Solothurn Top 5
Für Derendinger ist sicher: Ohne Zuchwil macht die Fusion keinen Sinn

Am Donnerstagabend beschäftigten sich die Derendinger in zweiten Top5-Workshop mit der möglichen Fusion mit der Stadt Solothurn. Die Einwohner befürchten längere Wege und möchten deshalb eine gewisse Teilautonomie behalten.

Rahel Meier
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Top5-Workshop in Derendingen
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Kuno Tschumi
Projektleiter Stephan Käppeli von der Hochschule Luzern

Top5-Workshop in Derendingen

Rahel Meier

Rund 30 Personen nahmen am Workshop teil. Einige Gemeinderätinnen und Gemeinderäte waren anwesend, diskutierten aber nicht mit, weil sie bereits eine eigene Stellungnahme abgegeben hatten. Die Diskussionen im Saalbau Bad waren offen und wurden in einer teilweise fast heiteren Stimmung geführt. Sicher ist für die Derendinger eines: Ohne Zuchwil als Brücke zwischen Solothurn und Derendingen macht die Fusion keinen Sinn.

Auch die Derendinger möchten ihren Ortsnamen behalten. Das Dorf- und Vereinsleben sollte auch nach einer Fusion erhalten bleiben. Mit einer Fusion könnten im Bereich der Verwaltung Einsparungen realisiert werden, gleichzeitig könnten aber auch die Wege länger und die Verwaltung bürokratischer werden. Derendingen würde darum gerne einen Teilbereich der Verwaltung im Dorf behalten und ein sogenannter «Bürgerschalter» müsste als Anlaufstation für die Einwohner offen gehalten werden.

Von einer Fusion erhofft man sich in Derendingen einen tieferen -Steuersatz. Auch die Neuansiedlung von Arbeitsplätzen ist eine der Hoffnungen.

Die Derendinger wollen auch nach einer Fusion mitreden und mitbestimmen. Wieso man denn keine Teil-Gemeindeversammlung abhalten könne, fragten sich einige Anwesende. Wichtig sei zudem eine gute Kommunikation. «Wir möchten genau wissen, wie es nun weitergeht.»