Altersheim
Für den «Läbesgarte» in Biberist ist die Zeit reif für eine Modernisierung

Die Genossenschaft Alters- und Pflegeheim «Läbesgarte» in Biberist hat grosse Ausbaupläne und investiert rund 6 Mio. Franken. Dabei sollen rund 450 Quadratmeter zusätzliche Fläche zur Verfügung stehen.

Agnes Portmann-Leupi
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Der «Läbesgarte» soll ein neues Gesicht erhalten, sagt Leiter Sascha Gelbhaus.

Der «Läbesgarte» soll ein neues Gesicht erhalten, sagt Leiter Sascha Gelbhaus.

Agnes Portmann-Leupi

«Erhalt der Attraktivität durch Modernisierung, das ist ein Bestandteil unserer definierten Strategie», sagt Sascha Gelbhaus, Geschäftsführer des «Läbesgarte» Biberist. «1989 ist das Heim eröffnet worden, die Zeit ist entsprechend reif dafür», betont er. Geplant ist, Eingangsbereich, Cafeteria, Gastroküche und Gartenpavillon um- oder anzubauen. Zur Verfügung stehen 450 Quadratmeter zusätzliche Fläche. Auf die Bauausschreibung erfolgten keine Einsprachen. Ideen für eine Erweiterung der insgesamt 98 Heimplätze sind noch nicht spruchreif.

Der Eingangsbereich wird ähnlich der Réception eines Hotels gestaltet und mit Sitzgelegenheiten für die Bewohnenden ausgestattet. In total neuem Erscheinungsbild werden sich die lichtdurchfluteten öffentlichen Räume und Korridore präsentieren. Angestrebt wird ein niedriger Lärmpegel, der für Personen mit Hörgeräten wichtig ist. Verschiebbare Trenn- und Glaswände ermöglichen eine optimale Nutzung der multifunktionalen Räume.

Düfte erwecken das Gefühl zu Hause zu sein

Als Ersatz für die jetzige Cafeteria entsteht entlang der Schachenstrasse ein Anbau mit neuen Räumlichkeiten samt Terrasse. An heissen Sommertagen sollen die Räume leicht zu kühlen sein. Gleichzeitig erhält der «Läbesgarte» eine neue Gastroküche mit zeitgemässen Geräten. Dabei werden die Arbeitsprozesse neu definiert und die Anlieferung optimal gegliedert. Auf der Südwestseite entsteht über zwei Etagen ein Gartenpavillon mit je 40 Sitzplätzen. «Der Durchschnittsbewohner benötigt immer mehr Hilfe. Vermehrt nehmen die Bewohner ihr Essen in den Pflegegruppen ein», erklärt Sascha Gelbhaus. Dieser Situation werde mit diesem lichtdurchfluteten Anbau aus Glas Rechnung getragen. Renoviert und integriert in den Pavillon, werden die zwei bestehenden kleinen Küchen. Diese ermöglichen den Bewohnenden, im Rahmen der Aktivierung, sich an Kocharbeiten zu beteiligen. Zudem würden die Düfte das Gefühl erwecken, zu Hause zu sein.

Kosten von 6 Millionen Franken

«Ich bin ein Freund der Öffnung», sagt Sascha Gelbhaus. Alle Leute seien eingeladen, durchs Areal zu gehen, nichts sei eingezäunt. Er will alltägliches und nicht gespieltes Leben ins Haus bringen. So sollen die Öffnungszeiten der Cafeteria, einem Heim angepasst, verlängert werden. Zusätzliche Bewegung erhofft er sich durch die neue Sporthalle. Die Vermietung der Räume und das Catering werden, wie bis anhin, als Nebenbetriebe funktionieren und zur Wirtschaftlichkeit beitragen. «Wir wollen unsere Institution ins Dorfgeschehen integrieren», unterstreicht der Geschäftsführer.

Finanziert aus eigenen Mitteln

Die Renovierungen und Anbauten sind mit 6 Mio. Franken veranschlagt. Finanziert wird das Ganze aus eigenen Mitteln durch die Genossenschaft «Läbesgarte». Ende April erfolgt die definitive Absegnung durch die Genossenschafter. Die Erneuerungen werden die Heimkosten der Bewohner nicht beeinflussen. Nicht zuletzt wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Investitionspauschalen - einem Rückstellungsfonds gleich - die alle Heimbewohnenden entrichten. Der Spatenstich geschieht Anfang Mai 2013. Bereits Ende Jahr sollen der Eingangsbereich, die Cafeteria und der Gartenpavillon fertig sein. Anfang 2014 ist die Küche an der Reihe.

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