Langendorf
Für 2013 dürften schwarze Zahlen geschrieben werden

Der Voranschlag für das nächste Jahr zeigt einen Ertragsüberschuss. Diskussionen gab es über die geplanten Investitionen von rund 2 Mio. Franken.

Rahel Meier
Drucken
Teilen
Langendorf Gemeindehaus. (Archiv)

Langendorf Gemeindehaus. (Archiv)

Solothurner Zeitung

Der Gemeinderat Langendorf möchte das Geld, das die Gemeinde für den Verkauf des Annexbaus des Ischimatt erhält, gleich wieder investieren. Die Finanzkommission findet dies falsch und sähe es lieber, wenn die Schulden abgebaut würden.

In diesem Sinne argumentierte Rolf Truninger (Präsident Finanzkommission) in der letzten Gemeinderatssitzung. Der Fiko-Präsident stiess allerdings auf taube Ohren. Der Gemeinderat bekräftigte seine Meinung und liess offiziell darüber abstimmen. «Wir wollen das Geld nicht in Wunschbedarf anlegen, sondern nur für Investitionen ausgeben, die bereits im Finanzplan aufgenommen und dringend sind», machte Gemeindepräsident Hans-Peter Berger (SP) deutlich.

Investitionen plafonieren

Schon in der letzten Legislatur versuchte der Gemeinderat Langendorf seine Ausgaben zu plafonieren. Es wird dabei von einer Grösse von ungefähr 1,5 Mio. Franken pro Jahr ausgegangen. Mehrmals stiessen die Fiko und der Gemeinderat bereits zusammen, weil unterschiedliche Vorstellungen über die Finanzpolitik in der Gemeinde bestehen.

Gemeindeverwalter Kurt Kohl erklärte in der letzten Gemeinderatssitzung, dass die Investitionen von 1,5 Mio. Franken jährlich für die Hochbauten so stimmen. «Aber die Werke kommen auch noch dazu.» Truninger wiederum machte darauf aufmerksam, dass gerade bei den Werken oft zu früh investiert werde. Wird nach 40 statt nach 50 Jahren erneuert, seien das satte 20 Prozent höhere Kosten, rechnete er vor.

In der anschliessenden Detailberatung wurden die Investitionen für 2013 noch etwas gekürzt. Insgesamt konnten rund 0,5 Mio. Franken eingespart, oder auf spätere Jahre verschoben werden. Damit belaufen sich die Investitionen auf knapp 2 Mio. Franken. Zusätzlich verringern sich die Abschreibungen in der laufenden Rechnung um gegen 100000 Franken.

Professioneller Bauverwalter?

Der Voranschlag für das kommende Jahr wird nochmals im Gemeinderat traktandiert und erst an einer späteren Sitzung definitiv verabschiedet. Sicher ist jetzt schon, dass ein Ertragsüberschuss resultieren wird. In welcher Höhe dieser ausfällt, hängt noch von anstehenden Geschäften ab.

So wird beispielsweise damit gerechnet, dass ab Mitte nächsten Jahres ein Bauverwalter oder ein Bausekretär angestellt wird. Negativ beeinflusst wird das Budget zudem von einer neuen Primarschulklasse, die eröffnet werden muss. Auch die Anzahl der Sonderschüler steigt kontinuierlich. Erfreulich ist die Anzahl der Schüler, die die Kantonsschule besuchen. Aber auch diese kosten die Gemeinde deutlich mehr. Teuer wird im nächsten Jahr zudem der dringend notwendige Unterhalt des Dürrbachs und des Wildbachs.

Zugunsten der Bevölkerung wurde beschlossen, für das kommende Jahr wieder vier SBB-Generalabonnemente anzuschaffen. Die heute verfügbaren zwei Karten sind durchschnittlich zu über 90 Prozent ausgelastet. Sollte die Auslastung mit vier Tageskarten so sein, dass die Gemeinde einen allzu grossen Verlust einfährt, wird wieder über die Anzahl diskutiert.

Aktuelle Nachrichten