Zuchwil

«Für üsi Witi» erhält Repla-Beitrag weiterhin

Repla-Präsident Roger Siegenthaler: «Der Vize-Präsident des Verein «Für üsi Witi» hat uns glaubhaft erklärt, dass mit unseren Geldern keine Werbung gegen die Verlängerung der Piste gemacht wird»

Repla-Präsident Roger Siegenthaler: «Der Vize-Präsident des Verein «Für üsi Witi» hat uns glaubhaft erklärt, dass mit unseren Geldern keine Werbung gegen die Verlängerung der Piste gemacht wird»

Der Vorstand der Regionalplanung Espace Solothurn streicht die 20000 Franken für den Verein «Für üsi Witi» nicht.

Die Repla Espace Solothurn wird ihren Beitrag an den Verein «Für üsi Witi» nicht streichen. Dies hat der Vorstand an seiner Sitzung beschlossen.

Im Zusammenhang mit der Pistenverlängerung des Flughafens Grenchen ist im Repla-Vorstand eine Kontroverse um die Haltung des Vereins «Für üsi Witi» entstanden. Der Grund: Der Verein ist dem Komitee «Gegen Osterweiterung Flughafen Grenchen» beigetreten. Befürchtet wurde eine Zweckentfremdung öffentlicher Gelder (der Mitgliederbeitrag der Repla beträgt 20 000 Franken) für politische Kampagnen. Nun hat Martin Huber, Vizepräsident des Vereins, die Repla informiert, dass «Für üsi Witi» keine Gelder für derartige Aktivitäten verwende, sondern sich nur ideell einsetzen wolle. «Er hat uns glaubhaft erklärt, dass mit unseren Geldern keine Werbung gegen die Verlängerung der Piste gemacht wird», erklärt Repla-Präsident Roger Siegenthaler. Damit sei der Weg frei, dass der Verein «Für üsi Witi» weiterhin auf den Repla-Beitrag zählen kann. Dass dieses Versprechen des Vereins auch wirklich eingehalten wird, darüber wache Repla-Vizegeschäftsführer Matthias Reitze, der als Vertreter der Repla im Vereinsvorstand einsitzt.

Repla-Präsident Siegenthaler ist überzeugt davon, dass sich der Verein in eine Sackgasse manövriert hat. «Man hätte aktiv werden können, ohne dass man Mitglied im Komitee gegen das Vorhaben ist und sich dafür auf eine kritische, aber lösungsorientierte Teilnahme am Verfahren beschränkt hätte.» Würde das Projekt Verlängerung der Piste realisiert, hätte der Verein mehr für die Witi herausholen können, in dem er Ersatz gefordert hätte. Mit dem Beitritt zum Gegnerkomitee sei der Verein nun Teil einer Gruppierung, «die sich teilweise sehr polemisch in die Diskussion einbringt».

Repla wartet ab

Die Repla Espace Solothurn wird sich zurzeit nicht zum Projekt Pistenverlängerung äussern. «Das Projekt steht ja gar noch nicht» , erklärt Roger Siegenthaler. «Wir wirken im laufenden Vorverfahren mit, aber es gibt in den angeschlossenen 41 Gemeinden keine eindeutige einstimmige Haltung zum Projekt.» Angesprochen auf die Mitwirkung der Repla Espace Solothurn in der 2011 gegründeten «Verhandlungs- und Informationsplattform zur Behandlung von Aufgaben im Umfeld des Flughafens Grenchen» erläutert Siegenthaler den Zweck dieser Plattform. «Wir wollen, dass die Informationen fliessen, deshalb sind wir dort dabei.» Die Plattform sei laut Vereinbarungstext als Koordinationsstelle zwischen Flughafen und den umliegenden Gemeinden gegründet worden: Sie entstand im Umfeld der Fluglärmproblematik und soll vertrauensbildend wirken. Die Plattform wird alimentiert vom Flughafen (49 Prozent), sowie je zu 17 Prozent vom Verein seeland.biel/bienne, Repla Grenchen-Büren und Repla Espace Solothurn. Das Budget im ersten Geschäftsjahr betrug 10 000 Franken.

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