Fahrendes Kino

Für einmal hatte auch Kriegstetten ein Kino

Auf seiner schweizweiten Tour machte «Roadmovie», das fahrende Kino, auch im Kanton Solothurn halt. In der Schule in Kriegstetten wurden am Montagnachmittag sechs Kurzfilme gezeigt.

Das Licht geht aus, der Filmprojektor beginnt zu rattern und schliesslich heisst es: Film ab! Für einmal wurde die Turnhalle des Schulhauses in Kriegstetten umfunktioniert in ein Kino. Bereits vor der Halle ist das Schild «Kino» deutlich zu lesen, und der Weg hinein ist mit selbst gemachten Karton-Kameras dekoriert.

Aber auch sonst haben sich die Schülerinnen und Schüler viel Mühe gegeben. Unter der Kinoleinwand hängt ein Band mir der Aufschrift «Als die Bilder laufen lernten», die Wände sind mit Plakaten bedeckt und sogar eigene Eintrittskarten wurden gebastelt.

Ein mobiles Kino

Anlass zur Dekoration gab «Roadmovie», ein fahrendes Kino, welches dieses Jahr bereits zum zehnten Mal auf Tour ist. Jeweils im Herbst zieht das mobile Kino los und besucht Dörfer, welche kein eigenes Kino besitzen. Eine der letzten Stationen in diesem Jahr ist Kriegstetten. «Bereits vor drei Jahren fand der gleiche Anlass in Oekingen statt. Aufgrund positiver Erfahrung hat dann die Gemeinde dieses Jahr die Initiative ergriffen und die Schule angefragt, ob wir mitmachen wollen», erklärt Andreas von Felten, Schulleiter der Kreisschule HOEK (Halten, Oekingen, Kriegstetten).

Und auch in diesem Jahr scheinen Kindergärtner und Primarschüler vom Kino begeistert. «Mir hat es gut gefallen, die Filme waren lustig», sagt die sechs-jährige Seraina aus Oekingen und auch Leandro, welcher die vierte Klasse in Kriegstetten besucht, fand die Kurzfilme amüsant. Einer der Kurzfilme, welcher Leandro besonders gut gefallen hat, war der Film «Josefines Reise». Dieser handelt von einem Mädchen , das am Bahnhof spaziert, während alle anderen Passanten erstarren. Den Moment nutzt Josefine um sich die Leute genau anzuschauen, und auch mal den einen oder anderen Hut zu vertauschen. Nach dem Kurzfilm konnten dann vier Schüler selbst in die Rolle der Josefine schlüpfend, während alle anderen, rund 220 Schüler «erstarrten».

Aktive Teilnahme der Schüler

Doch die Kinder konnten nicht nur schauspielern, sondern sich sich mit Wortmeldungen aktiv beteiligen. Zwischen den Kurzfilmen, welche den Kindern vorgeführt wurden, moderierte Alva Hagner, fragte nach Meinungen und erzählte Hintergrundinformationen über den Film. Aber auch die beiden anderen Mitglieder des «Roadmovie-Teams» brachten sich ein und so erklärten Kevin Graber und Gregor Wey, die sich um die Technik kümmerten, wie denn ein Filmprojektor überhaupt funktioniert.

Summergames am Abend

Während am Nachmittag für die Kinder Kurzfilme gezeigt wurden, konnte sich das Organisationskomitee für den Abend einen Schweizer Kinofilm entscheiden. Die Wahl fiel auf Summergames. «Dies ist ein Film, der noch nicht allzu häufig gezeigt wurde, er aber bereits an Festivals auf gute Kritik gestossen ist. Deshalb wollten wir uns auf das Experiment einlassen», erklärt von Felten die Auswahl des Films und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: «Obwohl der Film zum momentanen Wetter wohl nicht mehr ganz passt.»

Die öffentliche «Roadmovie»-Vorführung wurde gemeinsam mit der Gemeinde organisiert. Zudem kümmerte sich der Damenturnverein um die Kinobar. Als Gast war ein Aaron Hitz, Schauspieler im Film «Summer games», anwesend und stellte sich für Fragen zur Verfügung,

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