Langendorf/Zuchwil

Für die Metallbearbeitung braucht es eine ruhige Hand

Anlässlich des Ferienpasses ging es in der 3D 8H Raumformer Werkstatt ganz handwerklich zu und her. Beim Schnupper-Schweisskurs konnten die Kinder Metall bearbeiten und ihr eigenes Kunstwerk schaffen.

Gespannt folgen die sieben teilnehmenden Kinder im Alter von zwölf bis siebzehn Jahren Thomas Moser, dem Instruktor des Kurses. Zunächst muss die Schutzausrüstung angelegt werden: Ein langärmliger Overall, eine Brille und Handschuhe; beim Schweissen kommt noch ein Helm dazu, beim Plasmaschneider wiederum Ohrenschützer und eine Gesichtsmaske.

«Es ist wichtig, dass wir die vorgeschriebene Schutzausrüstung tragen, damit keine Unfälle passieren», erklärt Moser den Kindern, die alle interessiert zuhören. «Die starken UV-Strahlen beim Schweissen beispielsweise schaden den Augen und auf nackter Haut lösen sie Sonnenbrand aus.»

Theorie und Praxis

Der Anlass war in zwei Teile geteilt: Während sich die Kinder im ersten die Grundkenntnisse aneigneten, konnten sie im zweiten an eigenen Projekten arbeiten. Moser führte die Kinder in die Kunst des Schweissens und des Plasmaschneidens ein. Das Raumformer-Team in Zuchwil, zu dem auch Moser gehört, hat sich ganz dem Metall verschrieben. In ihrer Werkstatt bieten sie Kurse an und setzen Kundenwünsche um. Aus Metall kann man sehr viele Objekte schaffen wie Buchstützen, Fahrradständer, Grill und Feuerkugeln.

Die Kinder konnten viel lernen: Unter anderem, dass es für die Metallbearbeitung eine ruhige Hand braucht und dass der Abstand zwischen Maschine und Metall richtig eingehalten werden muss. Moser zeigte bei der entsprechenden Maschine jeweils vor, ehe er jeden einzeln vortreten und es gerade selber ausprobieren liess.

Der Respekt vor den Geräten behielten die Kinder zu Recht, denn die Maschinen sprühen Funken und das Metall wird sehr heiss. Doch die Kinder legten nach den ersten Übungen ihre anfängliche Scheu ab und gingen emsig und mit vielen Ideen ans Werk. Sie waren ganz vom Metall fasziniert, denn nicht nur lässt sich viel damit machen, man kann relativ zügig vorwärtsgehen, anders wie wenn man bei Holzarbeiten Leim braucht und warten muss, dass dieser trocknet.

Zwei Jungen schweissten aus Metallplättchen ein dreidimensionales Häuschen, ein weiterer Junge versuchte sich an einem Segelflieger und das einzige Mädchen in der Gruppe schnitt ihr Metall zu einem Muster zurecht, welches sie anschliessend mit dem Sockel zusammenschweisste.

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