Derendingen

Für den Kreuzplatz macht nur ein Kreisel Sinn

Die Platzverhältnisse beim Kreuzplatz lassen kaum sinnvolle Lösungen für den Verkehr zu.

Die Platzverhältnisse beim Kreuzplatz lassen kaum sinnvolle Lösungen für den Verkehr zu.

Der Kreuzplatz in Derendingen gilt im gesamten Wasserämter Verkehr als Nadelöhr. Das Problem ist erkannt. Eine Arbeitsgruppe hat inzwischen 40 Varianten für eine bessere Lösung studiert und ist bei einem Kreisel gelandet.

Über 30000 Fahrzeuge überqueren täglich den Kreuzplatz in Derendingen. In der Abend-Spitzenstunde gehen Verkehrsplaner von bis zu 2500 Fahrzeugen aus. Rückstau bis zum Autobahnanschluss in Zuchwil und in Richtung Subingen ist deshalb keine Seltenheit. Mit dem Agglomerationsprogramm, 2. Generation, soll die Situation beim Kreuzplatz verbessert werden. Auch das Betriebskonzept des Amtes für Verkehr und Tiefbau und das regionale Entwicklungskonzept (REK) Wasseramt beschäftigen sich mit der Situation rund um den Kreuzplatz. Im Wasseramt ist sich aber die Mehrheit der Gemeindepräsidenten sicher, dass alle diese Massnahmen immer noch zu wenig sind.

Im Zusammenhang mit dem Gestaltungsplan Schoeller-Areal und dem Baugesuch von Kühne+Nagel auf dem Wissensteinfeld wurde der Kreuzplatz zusätzlich zum Diskussionspunkt. Der Kanton hat nun unter der Leitung des Amtes für Raumplanung eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die versucht, eine Lösung zu finden. Beteiligt sind neben den weiteren kantonalen Stellen die Gemeindepräsidenten von Derendingen, Luterbach, Subingen und Zuchwil. Dazu kommt Roger Siegenthaler als Präsident der Repla.

Schwierige Situation

Die Situation beim Kreuzplatz ist schwierig. Die Platzverhältnisse lassen kaum sinnvolle Verkehrslösungen zu. In der Arbeitsgruppe wurden über 40 verschiedene Lösungsvarianten diskutiert. Sie wurden alle auf ihre Vorteile, Nachteile und vor allem auch die technische Machbarkeit untersucht. Varianten, wie die Umfahrung Nord – die von Derendingens Gemeindepräsident Kuno Tschumi gerne ins Spiel gebracht wird – oder der Vollanschluss an die Autobahn A1 in Derendingen wurden bereits mit der Erarbeitung des Agglomerationsprogramms als ungenügend erachtet und verworfen. «Die Diskussionen haben auch gezeigt, dass Lösungen für den Kreuzplatz nur in Kombination möglich und sinnvoll sind», erklärt Bernard Staub, Chef Amt für Raumplanung.

Drei Varianten

Letzte Woche tagte die Arbeitsgruppe Kreuzplatz. Dabei wurden die besten Vorschläge präsentiert. Staub setzt auf zeitlich etappierte Lösungen. Als Erstes soll ein neues Verkehrsmanagement auf der Luzernstrasse ein wenig Luft bringen. «Damit wird die Kapazität allerdings nicht vergrössert», so Staub deutlich. Mittelfristig würde ein Kreisel mit einem sogenannten Bypass gebaut. Langfristig steht dann ein zusätzlicher Autobahnanschluss auf Gemeindegebiet Subingen zur Diskussion.

Politischer Entscheid gefragt

Alle Beteiligten haben nun Zeit, sich bis Ende November zu diesen Vorschlägen zu äussern. «Es geht hier um einen politischen Entscheid», so Staub. Er spielt dabei vor allem auf die Forderung nach einem zusätzlichen Autobahnanschluss an. Verkehrsplanung sei zukunftsgerichtete Planung. «Es dauerte zehn Jahre, bis der Ausbau auf sechs Spuren zwischen den Verzweigungen Wiggertal und Härkingen realisiert wurde. In der Zwischenzeit ist der Ausbau auf sechs Spuren zwischen Luterbach und Härkingen bereits ein Thema. Vor 2020 bis 2025 werde ein solches Projekt aber sicher nicht realisiert.

Und überhaupt: Die Hürde für neue Autobahnanschlüsse sei generell sehr hoch. Dies treffe auch für einen allfälligen neuen Autobahnanschluss in Subingen zu.

Anfang Dezember tagt die Arbeitsgruppe wieder und dann soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

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