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Fünf Frauen zeigen zum Jahresabschluss ihre Werke

Marie-Theres Stampfli, Marlen Hofer, Ruth Juhasz, Susanna Guerrini und Christine Niederberger (von links).

Marie-Theres Stampfli, Marlen Hofer, Ruth Juhasz, Susanna Guerrini und Christine Niederberger (von links).

Zum Jahresabschluss zeigen fünf Künstlerinnen aus der Region im «NäijereHuus»Malerei und Keramik. Obgleich jeweils praktisch im übernächsten Dorf beheimatet, haben sich die fünf Künstlerinnen bislang nicht gekannt.

Die Jahresausstellung versammelt Arbeiten von fünf kunstschaffenden Frauen mit unterschiedlichsten Techniken im «NäijereHuus». Obgleich jeweils praktisch im übernächsten Dorf beheimatet, haben sie sich bislang nicht gekannt. Susanna Guerrini aus Luterbach hat sich bereits 1983 bei Altmeister José Mercier im Zeichnen ausgebildet. Sie wechselte zur Aquarellmalerei, welche sie nach verschiedenen Malkursen bis heute intensiv betreibt. Ihre Bildinhalte findet sie in der Natur, seien es Blumen oder Landschaften, die sie direkt unter freiem Himmel zu Papier bringt.

Marlen Hofer aus Winistorf setzt den malerischen Exponaten eher dunkel gehaltene Keramikarbeiten aus hellem und schwarzem Ton beziehungsweise Schamotte gegenüber. Jahrelang hat sie sich in der Töpferei geübt und ein grosses Wissen angeeignet, um dann als Autodidaktin eigene keramische Werke zu kreieren. Ihr Hauptthema ist der Baum, dargestellt in kleinen zierlichen Objekten.

Mit der Ikonenmalerei hat sich Ruth Juhasz aus Altreu eine selten anzutreffende, technisch vielfältige und anspruchsvolle Sparte auserkoren. In einer kleinen eigens aufgebauten Werkstatt können die Arbeitsabläufe vom kreidegrundbeschichteten schwalbenschwanzgefügten Holzbrett über Blattgoldauftrag bis zur Eitemperabemalung nachvollzogen werden. Eine Auslage von Dutzenden Rosenkränzen als Leihgabe vom Dominikanerkloster Cazis ergänzt ihr Royaume.

Körper und Pflanzen

Der Mensch als Kreatur und soziales Wesen in seinem Umfeld in Gruppen oder Innenräumen thematisiert Marie-Theres Stampfli aus Aeschi in ihren Arbeiten (Acryl auf Leinwand). Umgeben von verschiedenfarbigen Rechtecken, setzt sie die silhouettenartigen organischen Körper im Zuge einer fortlaufenden Abstrahierung geometrischen Formen gegenüber. Damit kommt auch ihr ausgesprochenes Flair für interessante Farbstimmungen zur Geltung. Ursprünglich bildete sie sich an der Schule für Gestaltung Bern bei Paul Rudolf Riniker aus und belegte später Intensivkursen bei Irene Curiger. Aktuell hat sie sich auf eine ganz andere Ebene der Malerei begeben.

Christine Niederberger-Kellenberger aus Halten hat sich ab 1990 in verschiedenen Malkursen bei Thomas Demarmels Bern in Ölmalerei und Pastelltechnik ausgebildet. Sie hat mit Detailtreue und in malerischer Feinarbeit farbintensive Bilder (Öl auf Leinwand) geschaffen. Ausgehend von Bleistiftskizzen hat sie in langwieriger Arbeit Blüten und Beeren bis zwanzigfach vergrössert. Im Gegensatz dazu zeigt die geborene
St. Gallerin Landschafts- und Meeresstimmungen in Pastelltechnik.

Öffnungszeiten Sa/So 14–17, Mi 15–18 und Fr 18–20 Uhr, bis 9. Dezember.

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