Laupersdorf
Friedliches Brunnenfest: In Garten gepinkelt und Briefkästen demoliert

Als ein friedliches, schönes Brunnenfest bezeichneten die Organisatoren den Anlass, der vom letzten Donnerstag bis Samstag im Dorfkern von Laupersdorf stattgefunden hat. Nicht alle Laupersdorfer teilen diese Ansicht.

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Alkoholprävention stösst an Grenzen (Symbolbild)

Alkoholprävention stösst an Grenzen (Symbolbild)

Keystone

«De Awohner wird i Garte gschiffet und üse Briefchaschte isch au kaputt», steht da in einem Leser-SMS. Bezweifelt wird im Weiteren, dass Ausweiskontrollen gemacht worden seien: «Gäbet de Junge no meh Alkohol!»

Was sagen die Organisatoren dazu? «Wir wissen von zwei Briefkästen, die kaputt gemacht worden sind», antwortet Martina Flück vom Organisationskomitee. Den einen Täter habe sie selber morgens um vier in flagranti erwischt. Den anderen habe man ausfindig gemacht und dessen Namen den Hauseigentümern bekannt gegeben. «Meines Wissens konnten diese Fälle zwischenzeitlich geregelt werden.»

Wer Alkohol bekommen will ...

Dass bei der Alkoholabgabe keine Alterskontrollen durchgeführt worden seien, weist Martina Flück strikte zurück. «Das Personal ist instruiert und verlangt im Zweifelsfall nach einem Ausweis, das haben wir vom OK überprüft.» Dies werde nicht erst seit diesem Jahr getan, nachdem nun alle Thaler Gemeinden nur dann eine Bewilligung für ein Fest erteilen, wenn unter anderem für Alkoholprävention gesorgt wird.

Man dürfe nicht erwarten, dass mit dem Erstellen des Präventionskonzepts auch das Problem gelöst ist. «Wer Alkohol nicht direkt bekommt, findet einen anderen Weg.» Damit stehe Laupersdorf nicht alleine da. «Wir tun unser Möglichstes. Und man muss sehen, dass sich das Brunnenfest nicht in einem abgegrenzten Areal abspielt.» Da komme man mit Kontrollen an Grenzen.

Toiletten hätte es genügend

Was das «i Garte schiffe» angeht, so sieht Flück das Problem im übermässigen Alkoholgenuss und der dadurch schnell sinkenden Hemmschwelle. Dabei würde es nicht an Toiletten fehlen, wie sie betont. «Wir tun viel dafür, dass das Fest friedlich abläuft. Dafür sorgt einerseits die Security. Zum andern sind immer Mitglieder vom Organisationskomitee unterwegs, und zwar so lange, bis sonst niemand mehr auf dem Festgelände ist.»

Wegen den geschilderten Vorfälle das ganze Fest infrage zu stellen, findet Martina Flück unfair. «Denn im Gesamten war das Fest wirklich friedlich und schön.» (wak)