Schnottwil

Freddie Mercury in Rüti und Solothurn

Queen Symphony – das Konzerthighlight am 22. und 23. November 2014.

Queen Symphony – das Konzerthighlight am 22. und 23. November 2014.

Die Musikgesellschaft Schnottwil und der Kammerchor Ars Canticorum verstärken sich zusätzlich und proben für ein aussergewöhnliches Projekt.

Die Musikgesellschaft Schnottwil ist auf ein interessantes Musikwerk gestossen. Sie hat kurzerhand beschlossen, dieses auch dem Publikum zu vermitteln. Obwohl sie in ihren Reihen über ausgezeichnete Musikantinnen und Musikanten verfügt, kann sie das Ding nicht allein stemmen. Was tun?, fragte sie sich. Sie begann in der ganzen Region nach Leuten zu suchen, welche genau jene Instrumente spielen – gut spielen –, die ihr fehlen. Benötigt werden viele, teils seltene Instrumente.

Weil das Werk auch einen grossen Chor benötigt, ging gleichzeitig die Suche nach einem geeigneten Chor los. Recht bald stiess sie auf den Kammerchor Ars Canticorum. Dieser sucht sich gerne etwas besondere und anspruchsvolle Aufgaben. Er hat auch Erfahrung mit Gemeinschaftsauftritten. Vor einiger Zeit trat er zusammen mit der Seeland Brass auf. Aber obwohl er selber über hundert Mitglieder zählt, musste auch der Chor auf die Suche nach Unterstützung gehen. Er fand sie vorwiegend bei benachbarten Chören. Beide nun verstärkten Formationen legten ihre Namen vorübergehend ab. Das Projekt wurde realisierbar. So treten nicht die MG Schnottwil und der Kammerchor Ars Canticorum in Erscheinung, sondern formal korrekt das Blasorchester Schnottwil und der Projektchor Ars Canticorum. Genossen werden kann der spektakuläre Auftritt am Samstag 22. und Sonntag 23. November in Rüti respektive Solothurn.

Was ist denn das für ein Musikwerk, das einen solchen Aufwand auslöst? Es heisst «The Queen Symphony». Komponiert wurde es von Tolga Kashif (1962) für Sinfonieorchester. Er ist ein britischer Musiker, Dirigent und Komponist türkisch-zypriotischer Herkunft. Mit der Arbeit begann er im Jahr 2000. Bereits am 6. November 2002 führte er es mit dem Royal Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall in London erstmals auf. Motive dazu fand er in den Hits der 1970 gegründeten britischen Rockband Queen.

Sinfonie mit Welthits

Es ist aber weit mehr als blosses Nachspielen der Hits von Queen. Sein Bestreben war es, aus Motiven der Kultband rund um Freddie Mercury ein durchkomponiertes sinfonisches Werk zu schaffen. Das ist ihm offenbar so gut gelungen, dass der Niederländer Erik Somers Lust bekam, daraus eine Blasorchesterversion zu schreiben. Diese wird von den Schnottwilern und dem Chor aufgeführt.

Beide haben schon vor Wochen
oder Monaten in ihren Probelokalen daran gebüffelt. Nun trafen sie sich in Schnottwil zu Proben unter der Leitung von Thomas Trachsel. Für alle Beteiligten ein Erlebnis: Beeindruckend
wie Trachsel das Werk analysiert hat und Stelle für Stelle genau empfindet, was der Komponist ausdrücken will.
Er versteht es dann aber auch, genau diese Wirkung aus dem riesigen Klangkörper herauszuholen. Es ist zu fühlen, dass er selber ein begnadeter Symphoniker ist. Ohne Einschränkung werden auch jene begeistert sein, die bei grossen Chören ins Schwelgen geraten. Und nicht zuletzt sind die Fans des
1991 verstorbenen Freddie Mercury und der Rockband Queen angesprochen. Wer kennt nicht «Bohemian Rhapsody», «Radio Ga Ga» oder «We are the Champions».

Nur Vorverkauf. Keine Abendkasse. www.queen2014.ch

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