Der Gemeinderat beschloss an seiner Sitzung einen Vertrag mit der Solothurnischen Entsorgungsgesellschaft AG, die zur Vigier Beton Mittelland AG gehört. Darin wird eine Abgeltung wegen der geplanten Inertstoffdeponie westlich von Flumenthal festgehalten. Als Anstösser, ebenso wie die Gemeinde Riedholz, sei man laut Gemeindepräsident Christoph Heiniger interessiert, dass die Umweltbelastung gering bleibt. Zudem habe man sich eine Verhandlungsposition für eine finanzielle Abgeltung erarbeiten können. Nun wurde der entsprechende Vertrag besiegelt. Über die Höhe der Abgeltung gibt Flumenthals Gemeindepräsident keine Auskunft. Die Auszahlung der Abgeltung erfolge in zwei Pauschalen.

Der Gemeinderat beschloss auch den Teil-Gestaltungsplan «Änderung Quell- und Regenwasserableitung». Ab Januar 2015 gilt ein neuer Kostenverteiler der ARA, bei dem neu das Fremdwasser berücksichtigt wird. Da Flumenthal viel Quellewasser ins Abwassernetz leitet, bestehe Handlungsbedarf. Durch die Sanierungsarbeiten kann das Quellwasser künftig direkt in die Aare geleitet werden. Dabei favorisiere der Gemeinderat nicht eine vollständige Kanalisation, sondern die Schaffung eines Baches im südlichen Teil von Flumenthal. In einem weiteren Geschäft beschloss der Gemeinderat eine Einzonung von Landwirtschafts- in Industrieland beim «Werkhof Candoni».

Zusammenarbeit mit Hubersdorf

Auf Nachfrage erklärt der Gemeindepräsident den Stand der Arbeiten in Bezug der Zusammenarbeit mit Hubersdorf. Eine Arbeitsgruppe habe den Istzustand erfasst und analysiert. Zwei Bereiche der Zusammenarbeit stünden im Vordergrund, einerseits die Personalverwaltung und andererseits die EDV. Ziel sei es, an den Rechnungsgemeinden sowohl in Hubersdorf als auch in Flumenthal ein Projekt vorzulegen.

In Bezug auf das Umbauprojekt Bahnhofplatz konnte noch keine Einigung mit Aare Seeland mobil (asm) gefunden werden. Mit der Verschiebung der Kreuzungsstelle fällt das zweite Gleis beim Bahnhof weg. Über die Gestaltung des Bahnhofplatzes bestünden Differenzen zwischen Flumenthal und asm, so Heiniger.

Kommt es in Flumenthal zu einer Gemeinderatswahl? Eher nicht, sagt Christoph Heiniger. So erschienen zu einem Infoabend etwa zehn Interessierte und liessen sich das Amt eines Gemeinderates und dessen Aufwand erklären. «Aber wir haben immer noch mehr Sitze als Kandidatinnen und Kandidaten.» Er rechne mit einer stillen Wahl.