Bisher querte der Werkverkehr stets das Unterdorf von Flumenthal. Nun soll aber Schluss damit sein. Die Kiesgrube Hobühl, in der seit 1942 Kies abgebaut wird und die für die Versorgung der Region Solothurn von grosser Bedeutung ist, bekommt eine neue Zugangsstrasse entlang der Aare, teilt der Regierungsrat am Dienstag mit. Die Versorgung der Region Solothurn mit Kies erfolgt fortan über diese neu zu bauende Werkstrasse. 

gelb: alter Strasse des Werkverkehrs, rot: neu zu bauende Werkstrasse

gelb: alter Strasse des Werkverkehrs, rot: neu zu bauende Werkstrasse

Als Kompensation für diesen Eingriff sieht das Projekt eine Uferrenaturierung, verbunden mit einer Aufwertung des Aareufers für Fauna und Flora sowie für die Erholungsnutzung vor.

Abschluss eines langen Verfahrens

Der Genehmigung ging ein jahrelanger Projektoptimierungs- und Verfahrensweg voraus. Die Anpassung des kantonalen Richtplans wurde im August 2011 vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) genehmigt. Das anschliessende kantonale Nutzungsplanverfahren fasste verschiedene Bedürfnisse und Nutzungsideen des Naturschutzes (Renaturierung der Aare), der Bevölkerung (Wohn- und Naherholungsgebiete) und der Wirtschaft (Werkzufahrt, wirtschaftliche Tragbarkeit der Massnahmen für die Kieswerkbetreiberin) zusammen.

Die zwei öffentlichen Mitwirkungsrunden führten zu Projektverbesserungen. Auf die öffentliche Planauflage im Oktober/November 2011 gab es mehrere Einsprachen. Diese wurden zwischenzeitlich zurückgezogen, wie es in der Mitteilung heisst. Dies, nachdem sowohl die Kieswerkbetreiberin als auch die Einwohnergemeinde Flumenthal auf Zusatzforderungen teilweise eintreten konnten.

Bau der neuen Zufahrt bis 2016

Das Bundesgericht hat in seinem Entscheid von 2007 in Sachen Kiesgrube Hobühl Attiswil der Kiesgrubenbetreiberin für den Bau der neuen Zufahrt eine Frist bis 2011 gesetzt. Diese Frist wurde zwischenzeitlich in einem ordentlichen Verfahren bis zum Jahre 2016 verlängert. (ldu/mgt)