Kriegstetten

Finanzverwalterin wird wegen Pensumerhöhung gekündigt

Blick auf die Gemeindeverwaltung von Kriegstetten.

Blick auf die Gemeindeverwaltung von Kriegstetten.

Der Gemeinderat Kriegstetten hat der Finanzverwalterin gekündigt. Dies weil die Alleinerziehende ihr Pensum nicht von 40 auf 60 Prozent aufstocken konnte.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurden an der Gemeinderatssitzung diverse Geschäfte behandelt. Wie nachträglich bekannt wurde, betraf ein Geschäft auch die Finanzverwalterin Christa Berger. Ihr wurde von der Gemeinde gekündigt.

Gemeindepräsident ad interim Manfred Küng betont auf Nachfrage, dass das sofortige Ende aber keine Freistellung sei wegen irgendwelcher Verfehlungen, sondern einzig damit zu erklären ist, dass die Finanzverwalterin noch etliche Über- und Ferienzeit abbauen müsse. Die Kündigung durch die Gemeinde sei nötig geworden, weil bei der Neustrukturierung der Verwaltung das Stellenpensum für die Finanzverwalterin von 40 auf 60 Stellenprozente wächst.

«Dieses Pensum kann ich als Alleinerziehende nicht bewältigen», erklärt auf Anfrage die Finanzverwalterin. «Allenfalls 50 Stellenprozente hätte ich machen können.»

Entscheid umsetzen

Laut Manfred Küng hat die Gemeindeversammlung einer Neustrukturierung der Verwaltung auf 140 Stellenprozente zugestimmt. Diese seien vom Gemeinderat auf eine 60- und eine 80-Prozent-Stelle verteilt worden. «Der Gemeinderat ist in der Pflicht, den Entscheid der Gemeindeversammlung umzusetzen», so Küng.

Einen Zusammenhang mit der «Spesengeschichte» verneint Manfred Küng kategorisch. An der Gemeindeversammlung wurde gefragt, weshalb die Finanzverwalterin eine Auflistung der Spesenbezüge der Funktionäre und Behörden der letzten Jahre erstellen müsse. Ob dies eine Abrechnung werden soll?

Küng erklärte den Anwesenden, dass er eine Forderung der Rechnungsprüfungskommission umzusetzen habe. Diese verlangte eine sinnvolle Regelung bei den Spesen. Der Gemeinderat habe es abgelehnt, die Spesen transparent zu machen, worauf er eine andere Lösung anstrebe, eine Pauschalisierung der Bezüge. Dafür müsse er aber wissen, welche Spesen bisher bezogen wurden.

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