Meinisberg
Feuerwehr LePiMe übt den Ernstfall

Ein Brand im Restaurant Baselstab fordert die Einsatzkräfte an der Hauptübung. Neben den aufwendigen Rettungen von Menschen, ist auch die Umleitung des Verkehrs eine Herausforderung.

Margrit Renfer
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Feuerwehr LePiMe
7 Bilder
Das Restaurant Baselstab wird evakuiert
Die grosse Drehleiter kommt zum Einsatz
Mit der Leiter werden Personen aus den oberen Stockwerken gerettet
Evakuierung eines Verletzten
Zwei Angehörige der Feuerwehr LePiMe
Nach der Übung - Rapport mit den Beteiligten

Feuerwehr LePiMe

Margrit Renfer

Mächtig ist das Restaurant Baselstab in Meinisberg an der Hauptstrasse, stark der Feierabendverkehr. Ideal für die Hauptübung der Feuerwehr LePiMe, der drei Dörfer Lengnau, Pieterlen und Meinisberg.

«Der Koch stand vor dem Haus und sagte mir, es habe im Keller einen riesigen Chlapf gegeben und dann war alles voller Rauch», rapportiert der Einsatzleiter Daniel Saurer, was er bei seinem Eintreffen vorfand. Es seien noch Leute im Haus, wie viele wisse er nicht. Eine Übungssituation, wie sie zutreffen könnte. Das heisst, besonnen und schnell handeln.

Die Maschinenleiter der Regio-Feuerwehr Büren, der LePiMe zugeteilt ist, wurde für Rettungen angefordert, die Umleitung des Verkehrs samt Busverbindung organisiert. Derweil begeben sich die ersten Mitglieder der Atemschutztruppe ins Gebäude, Menschen retten. Viel Kunststoff raucht. Es ist schwerer, schwarzer und auch giftiger Rauch.

Der Keller im «Baselstab» ist finster, weitläufig und eng. Natürlich wird die Übung mit viel erzeugtem Rauch erschwert. Rauchlüfter blasen den Rauch weg, die Sicht wird besser. Wärmebildkameras helfen, die Brandintensität zu erkennen. Alle Personen werden gerettet, zum Teil spektakulär aus dem oberen Stock mit der Autodrehleiter.

Gefordert war auch der Verkehrsdienst. Die Umleitungen waren personalintensiv, zudem musste der Bus umgeleitet und über den Meinisbergkreisel gewendet werden, bevor er über die hintere Gasse wieder retour fuhr. Passanten an der Haltestelle wurden informiert. Der Übungsleiter Thomas Jucker ist zufrieden mit der Arbeit der Feuerwehrleute.

Erstmals im Einsatz

Yanis Huber, Cédric Künzi und Patrick Scholl haben in der ersten Woche der Sommerferien den Jugendfeuerwehrkurs absolviert. Die 14-Jährigen sind voll dabei. Sie arbeiten unterstützend, helfen beim Leitungen ziehen, jedoch nicht im Gefahrenbereich. Yanis unterstützte den Verkehrsdienst, Cédric und Patrick arbeiteten am Rauchlüfter. «Nach viel Theorie im Kurs war die Hauptübung spannend. Im Ernstfall können wir helfen», sagt Patrick Scholl.

«Im LePiMe-Korps sind 57 Feuerwehrfrauen und -männer, alle mit viel Erfahrung, motiviert und top ausgebildet», sagt der zuständige Lengnauer Gemeinderat Daniel von Burg. Gestiegen sei jedoch auch der Anspruch der Bevölkerung. Jeder wolle im Notfall immer schneller oder mit der Autodrehleiter gerettet werden.

Rolf Balsiger, Lengnau, ist Kommandant, Gary Cooper, Meinisberg, Vizekommandant, und Sandra Huber, Lengnau, Ausbildungschefin der Feuerwehr LePiMe. Übrigens: Als Dank für das zur Verfügungstellen des Gebäudes spritzten die Feuerwehrleute zum Schluss die Fassade des Restaurants ab.