Balsthal
Feuer und Flamme für die Feuerwehr

Bibliothekskommission und Feuerwehr Balsthal luden zur Erzählnacht ein. Eine recht grosse Schar Kindergärtler und Schüler der ersten und zweiten Primarschulklassen folgten der Einladung.

Peter Wetzel
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Mitten im Feuerwehrlokal sind die Geschichten doppelt spannend. Felix Gerber

Mitten im Feuerwehrlokal sind die Geschichten doppelt spannend. Felix Gerber

Für das Bibliotheksteam war es eine Freude, dass der Anlass im Feuerwehrmagazin stattfinden konnte. Zwei Feuerwehrmänner in voller Montur (Urs Meier und Marcel Bünder) sorgten mit ihrer Präsenz und ihren Erklärungen für eine echte Feuerwehr-Atmosphäre. Und die Kinder konnten es kaum erwarten, was unter dem Motto «Feuer und Flamme» alles geboten werden solte.

Nach der Einteilung in zwei Gruppen erzählte Annelies Heutschi in der Fahrzeughalle die Geschichte «Piro und die Feuerwehr». Die auf Wolldecken sitzenden Kinder erfuhren, wie Piro dank der Rettung eines Hündchens aus einem abgebrannten Haus doch noch zu einem lebendigen Hündchen kam. Evi Scherrer berichtete in der Garderobe, umgeben von den zurechtgelegten Kleidern, Stiefeln und Helmen der Feuerwehrleute, von «Finn, dem Feuerwehrelch». Dieser Elch mit seinem mächtigen Geweih musste erfahren, dass man in der Feuerwehr nicht einfach von Anfang an Chauffeur eines Feuerwehrautos werden kann, sondern zuerst viel Feuerwehrhandwerk erlernen muss. Dennoch gelang es ihm, mit der spektakulären Rettung einer Meerschweinchenfamilie seinen Wunsch zu erfüllen, ein Feuerwehrauto steuern zu dürfen.

Beeindruckende Werkzeuge

Urs Meier stellte den Kindern anschliessend die verschiedenen Fahrzeuge und ihre Einsatzmöglichkeiten vor. Besonders beeindruckt waren die Kinder von der mächtigen Schere und dem Spreizer, mit denen Personen aus Autos befreit werden können. Marcel Bünder mit montierter Atemschutzausrüstung machte auf viele Kinder einen «gfürchigen» Eindruck. So viel Feuerwehrluft und so spannende Geschichten gaben natürlich Hunger. Ein Hotdog und ein kühles Getränk schafften Abhilfe. Viel Gelächter gab es bei der Fotostation. Die Kinder konnten sich in Feuerwehrjacke und Helm fotografieren lassen. Bei den meisten «Models» schauten im besten Fall noch die Füsse knapp unter der Jacke hervor. Das Rätsel, weshalb die Hose und die Stiefel der Feuerwehrleute in der Garderobe schon fest miteinander verbunden und bereit sind, wurde von den Kids schnell gelöst.

Nach der zweiten Staffel Geschichten demonstrierten die Feuerwehrmänner das Funktionieren einer Wärmebildkamera, mit der man auch durch den Rauch «sehen» kann. Staunende Augen waren zu sehen, als auf der Kamera die Abdrücke der auf den kalten Boden gedrückten Hände nachträglich auf der Kamera sichtbar wurden.

Feuerspeier als Überraschung

Zu einer Überraschung konnte die Bibliotheksleiterin Evi Scherrer die Kinder auf den Vorplatz des Magazins bitten. Hier war der Feuerspeier Rolf von Büren am Werk. Mit einer Flamme «epilierte» er seinen Unterarm, strich damit über seine nackten Fusssohlen und stellte so «Raclette» her, wie er selber kommentierte. Am eindrücklichsten aber waren seine Feuerwolken, die er gegen die Zuschauer spie. Mit dem Schlucken einer Flamme beschloss er symbolisch den originellen Anlass.