Burgäschi

Feiern bis tief in die Morgenstunden hinein

Die Burghofnacht stieg bereits zum 15. Mal und lockte rund 5000 Partygänger ins Wasseramt. Bei Partymusik, wärmenden Lagerfeuern, Speis und Trank genossen Jung und Alt das Fest auf dem Burghof.

Bereits zum 15. Mal waren Tanzen und Feiern zwischen Kuhstall, Wald und Maisfeld angesagt. Von Trekkingschuhen über Gummistiefel bis hin zu Ballerinas und Sommersandalen – das Schuhwerk der Besucherinnen und Besucher war vielfältig. Einige rechneten mit Regen, andere vertrauten auf Petrus’ gute Laune. Und tatsächlich blieb der befürchtete Regen trotz dunkler Wolken aus. Die Besucherinnen und Besucher blieben von matschigem Boden und nassen Kleidern verschont.

Umso ausgelassener war die Feststimmung: Aus dem Raclette-Spycher ertönt Schlagermusik. Alpen Starkstrom, die Partyband aus dem Vorarlberg, sorgt für eine kräftige Portion Ballermann. Es wird gegessen, getrunken, geplaudert und vor allem auf den Festbänken getanzt. Wer sich ein Plätzchen ergattern will, muss Glück haben. Auch auf der Wiese nebenan dröhnen heisse Rhythmen aus den Musikboxen. In karibisch anmutenden Häuschen aus Bambus werden im Akkord Caipirinhas und Mojitos gemixt. «Ich bin zum ersten Mal hier, aber es scheint ein super Fest zu sein», sagt eine junge Solothurnerin. Sie rührt mit dem Strohhalm in ihrer Erdbeer-Caipirinha, nimmt einen Schluck und erklärt: «Bis jetzt war ich während der Burghofnacht leider immer in den Ferien. Schade.»

Ferienstimmung herrscht aber auch an der Burghofnacht, obwohl die Temperaturen alles andere als südländisch sind. Während sich einige an Lagerfeuern und Finnenkerzen aufwärmen, halten sich andere mit ausgelassenem Tanzen warm – zum Beispiel auf den aufgetürmten Heuballen im Maisloch oder in der Disco im Kuhstall. Dort ist das Gedränge besonders dicht. «Fast ein bisschen zu eng zum Tanzen», ruft eine Besucherin aus Kriegstetten. «Dafür aber umso wärmer.» Warm wird es auch in der «Casa Azzurro», wo die Pop-Rock-Band oltr3 und ein DJ von Gente di Aare einen Hauch von Piazza-Grande-Ambiente aufkommen lassen.

«Wir sind zufrieden, den Leuten hat es gefallen», sagt OK-Präsidentin Manuela Witmer vom Volleyballclub Aeschi morgens um fünf Uhr. Während die Sterne der mittlerweile klaren Nacht langsam verschwinden, wird es im Osten allmählich hell. Rund 5000 Personen hätten an der Burghofnacht gefeiert, so die erste grobe Schätzung. Das seien zwar nicht ganz so viele wie in den letzten Jahren, aber unter Berücksichtigung der Wetterprognosen habe man sicher das Optimum herausgeholt. «Tendenziell sind die Leute nicht so lange geblieben, weil es relativ kalt war», sagt sie. Und trotzdem, auch in den frühen Morgenstunden sind die 22 Lokalitäten auf dem Areal zum Teil noch sehr gut besucht. Wer langsam müde wird, schnappt sich ein Taxi, setzt sich aufs Velo oder begibt sich zu Fuss auf den Heimweg durch die Wasserämter Dörfer. So ziehen die Menschenmassen zurück, wie sie am Abend zuvor gekommen sind. Bye-bye Burghofnacht, hoffentlich bis nächstes Jahr.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1