Am Mittwochabend um 19.30 kam es in der Familie zu einer heftigen Auseinandersetzung, bei welcher der 25-jährige Sohn seinem Vater Schnittverletzungen zugeführt hat. Das Opfer musste ins Spital gebracht werden. Der Sohn wurde festgenommen.

Zwei Tage nach dem tragischen Vorfall zeugen beim Einfamilenhaus der betroffen Familie nur noch die Resten der Polizeisigel an der Türe von der blutigen Auseinandersetzung.

Das Opfer, Silvan B., singt im Dorf im Männerchor. Am Donnerstag warteten seine Chorkollegen in der ersten Probe nach den Sommerferien vergeblich auf ihn, wie TeleM1 berichtet.

«Wir waren natürlich alle sehr bestürzt. Da wir nur noch ein paar Leute sind, ist jeder fehlende eigentlich gefährdend für die Zukunft unseres Vereins. Ich hoffe, dass er nicht schwer verletzt ist, wir wissen noch nichts genaues. Hoffentlich kann er bald wieder zu uns stossen», so Eberhard Andris aus dem Männerchor in Nuglar-St.Pantaleon.

Beim Täter handelt es sich um den 25-jährigen Reto B., der zusammen mit seinen Eltern in Nuglar unter einem Dach wohnt. Für Eberhard Andris ist es ein Rätsel, wieso Reto auf seinen eigenen Vater einsticht. «Ich kenne ihn persönlich, aber nicht sehr nahe. Ich weiss nur, dass er gewisse Probleme mit seiner Selbstbeherrschung hat, aber nichts genaueres.»

Offensichtlich hat Reto B., der laut TeleM1 bei einer bekannten Hustenbonbons-Fabrik arbeitet, die Beherrschung komplett verloren. Sein Vater liegt immer noch mit schwersten Schnittverletzungen im Spital. Reto B. sitzt in Untersuchungshaft.

Andreas Mock, Chef des Mediendienstes der Kantonspolizei Solothurn sagt im Interview mit TeleM1: «Der Tatverdächtige hat am Folgetag der Tat, also am Donnerstag, gestanden, die Tat begangen zu haben. Der genaue Hergang und das Motiv wird jetzt untersucht. Die Ermittlungen brauchen Zeit und sind noch im vollem Gange.»

Was genau Reto B. zu seiner Tat getrieben hat, ist auch in der Nachbarschaft nicht bekannt. Die Familie wird als ruhig und zurückgezogen beschrieben, Streitereien hätte man nie gehört. (lsc)