Biberist

Experten stellen Oberstufe ein gutes Zeugnis aus

Die Kreisschule befindet sich zurzeit im Oberen Schulhaus und im Werkhofschulhaus.

Die Kreisschule befindet sich zurzeit im Oberen Schulhaus und im Werkhofschulhaus.

In Biberist wurde nach der Primarschule auch die Oberstufe evaluiert und beurteilt. Grundsätzlich gibt es wenig zu beanstanden. Einziger Minuspunkt ist wie bei der Primarschule die Schulleitung, das Biberist immer noch eine Kommission hat.

«Die Ampeln stehen alle auf grün.» Konkret heisst das, dass die Biberister Oberstufe die externe Evaluation bestanden hat. Projektleiterin Barbara Moris (Fachhochschule Nordwestschweiz) stellte in der allgemeinen Information im Gemeinderat vorwiegend gute Noten aus.

Schülerinnen und Schüler, Lehrerschaft und Eltern seien grösstenteils zufrieden mit dem Schulbetrieb. Am deutlichsten zeige sich die Zufriedenheit beim Lehrkörper. «Dieser ist offensichtlich motiviert, lobt das gute Klima und ist sehr innovationsfreudig.» Bei allen Beteiligten sei die Identifikation mit der Schule hoch. Man fühle sich innerhalb der Gemeinde akzeptiert. Die Schulleitung geniesse viel Vertrauen.

Entflechtung nötig

Ein Manko zeigte die Evaluierung aber auf. Dasselbe übrigens, das schon die Evaluation der Primarschule ans Licht brachte. Biberist hat immer noch eine Schulkommission. Die Rolle dieser Kommission ist laut Barbara Moris zu wenig definiert. «Die Zuteilung in der strategischen Ebene fehlt.» Das verursache immer wieder Verwirrung. Es gebe verschiedene Lösungen, um die Situation zu verbessern. «Das ultimative Schulleitungsmodell gibt es nicht.» Die Lösungen müssten jeweils für die einzelnen Schulen und die Gemeinden passen. Entscheidend sei, dass es genügend Ressourcen für die Führung vor Ort eingesetzt werden.

Entwicklungssprünge auffangen

Der Gemeinderat beschäftigte sich anschliessend mit weiteren Schulthemen. Im letzten Frühling wurde beschlossen, dass an der 1. und der 2. Klasse altersgemischte Klassen geführt werden. Dies sei, so Schulleiterin Susanne Mollica im ganzen Kanton ein übliches Vorgehen. In den beiden Kindergartenjahren und in der 1. und der 2. Klasse würden die Kinder die grössten Entwicklungssprünge machen. Diese könnten in einer altersgemischten Klasse am einfachsten aufgefangen werden. Ab der 3. Klasse sollen aber reine Jahrgangsklassen geführt werden. Nur bei schwankenden Schülerzahlen soll es möglich sein, ab der 3. Klasse auch altersgemischte Klassen zu führen. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag einstimmig zu.

Schwierige Situation

Mehr Diskussionen gab es beim nächsten Schulgeschäft. Die aktuelle Schulsituation an den 5. und 6. Klassen würden sofortige Lösungen fordern. Der Schulbetrieb sei nur noch schwerlich aufrecht zu erhalten, mit der grossen Anzahl Schüler sei eine Individualisierung des Unterrichtes kaum mehr möglich. Seit den Sommerferien seien einerseits Familien mit Kindern zugezogen, andererseits habe sich gezeigt, dass viele der Kinder und Eltern mehr Betreuung als üblich bräuchten.

Schulleitung und Schulkommission schlugen deshalb vor, ab Mitte Februar eine neue Klasse zu eröffnen. Konkret sollen die 5. und die 6. Klassen auf durchschnittlich 20 Schüler reduziert werden. Die jetzt altersgemischt geführte Klasse 5/6d würde aufgelöst, in zwei Jahrgangsklassen getrennt und mit Schülern aus den anderen je drei Klassen aufgefüllt. Dies würde für 2013 65000 Franken kosten.

Ein Antrag auf «nicht eintreten» der SP wurde mit Stichentscheid von Gemeindepräsident Martin Blaser abgelehnt. Das Geschäft als Ganzes aber mit 3:6 Stimmen (1 Enthaltung), abgelehnt. Schulleiterin Susanne Mollica kündigte an, den Antrag mit der Pensenplanung nochmals zu bringen. Dieses Vorgehen stiess auf Zustimmung.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1