Die Dornacherin Evelyn Borer wurde bereits 1985 politisch aktiv; seither war sie unter anderem Präsidentin der SP Solothurn und auch elf Jahre lang Gemeinderätin in Dornach. Zudem politisierte sie rund ein Jahrzehnt für die SP im Kantonsparlament, wo sie bis eben noch tätig war, Ende Jahr jedoch ihren Rücktritt gab. Ihr Nachfolger im Kantonsparlament wird Stefan Oser aus Flüh.

«Zehn Jahre im Kantonsparlament ist eine anständige Leistung», sagt Borer. So könne sie auch mit einem guten Gewissen gehen. Die 54-jährige arbeitet 100 Prozent im Sozialwesen und gleichzeitig macht sie eine Weiterbildung für Erwachsenenbildung. Des Weiteren wirkt sie in der Stiftung Alters- und Pflegeheim Wollmatt in Dornach mit, wo in nächster Zeit ein Erweiterungsbau ansteht, der viel ihrer Zeit beanspruchen wird. «Alles zusammen wäre nicht sinnvoll», erklärt Borer. Sie selbst würde dabei ausserdem zu kurz kommen.

Politik als Herausforderung

Borer ist überzeugt, dass sie die richtige Entscheidung traf, generell politisch aktiv gewesen zu sein, insbesondere im Kantonsparlament. «Es war eine befriedigende Arbeit und ich konnte dadurch einige Erfolge erzielen», meint die Dornacherin. Borer findet es bedauerlich, dass sich heutzutage viele Leute nicht mehr für Politik interessieren würden, doch spornte dies vielleicht auch ihren Ehrgeiz noch zusätzlich an.

Das Kantonsparlament brauche jedoch viel Zeit, wenn man sich richtig einbringen möchte und diese könne sie nebst ihren anderen Tätigkeiten nicht mehr aufbringen. Trotzdem setze sie sich beispielsweise weiterhin für das Neue Theater am Bahnhof Dornach ein. Borer hat die Politik aber noch längst nicht abgeschrieben.

Sie kann sich gut vorstellen, wieder politisch aktiv zu werden, versichert sie und fügt an, dass eine ihrer Schwächen – oder auch Stärken – ist, dass sie gerne Herausforderungen annimmt und dazu zähle auch die Politik.