Die Rechnung der Gemeinde Obergerlafingen fällt um 400 000 Franken besser aus, als budgetiert. Statt 508 200 Franken beträgt das Defizit nur 106 824 Franken. Dies bei einem Aufwand von 4,494 Mio. Franken und einem Ertrag von 4,387 Franken. «Es ist zwar ein Minus, aber der Aufwandüberschuss ist moderat», erklärt Gemeindepräsident Beat
Muralt. «Beim Sachaufwand haben wir insgesamt 200 000 Franken weniger ausgegeben als budgetiert.»

Wie in anderen Gemeinden auch, ist der Steuerertrag besser, als er erwartet wurde. So konnte bei den natürlichen Personen statt 2,250 neu 2,425 Mio. Franken eingenommen werden. Die Kapital-, Quellen- und Sondersteuern haben fast doppelt so viel eingebracht wie budgetiert, nämlich 89 067 Franken.

Auch die Steuereingänge aus den Vorjahren sind besser als erwartet. Es kamen 353 368 Franken, statt 265 000 Franken herein. Wesentlich weniger eingenommen hat die Gemeinde bei den juristischen Personen. Budgetiert waren 320 000 Franken, abgeliefert wurden 218 553 Franken. Dafür gab es 108 664 Franken aus früheren Jahren (budgetiert 60 000 Franken).

Die Investitionsrechnung zeigt Nettoinvestitionen von 252 430 Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad stieg von budgetierten minus 74 auf neu plus 71 Prozent. Das Eigenkapital beläuft sich per Ende 2013 auf 3,916 Mio. Franken.

Schwachpunkt im Netz

Das Kanalisationsnetz der Gemeinde hat einen Schwachpunkt. Er liegt bei der Kriegstettenstrasse und deshalb wurde mit dem Budget 2013 beschlossen, einen Entlastungskanal für insgesamt 750 000 Franken zu bauen.

Damit sollte einerseits die Kanalisation ergänzt und als Zweites die Strasse saniert und ein Trottoir gebaut werden. Die Umwelt- und Werkkommission hat nun aber aus grundsätzlichen Überlegungen einen Zusatzantrag gestellt. Gleichzeitig könnte auch die Wasserleitung unter der Kriegstettenstrasse erneuert und der Bachübergang saniert werden. Das Projekt verteuert sich damit allerdings um 400 000 Franken.$

«Problematisch ist zusätzlich, dass die Baustelle mitten in der Grundwasserzone liegt», so Muralt. Der Gemeinderat entscheidet erst, wenn er den Finanzplan beraten hat. «Grundsätzlich stehen wir dem erweiterten Projekt aber positiv gegenüber.»

Noch kein Entscheid wurde in Sachen Solaranlage für die Mehrzweckhalle gefasst. Das Projekt wird vermutlich ins Jahr 2015 oder noch später hinausgeschoben, weil andere Vorhaben dringender sind.