Bellach
«Es ist hier noch möglich, die Bewohner kennenzulernen»

Das Alters- und Pflegeheim Leuenmatt hat mit Emanuel Duso einen neuen Heimleiter. Der Sozialpädagoge bringt 25 Jahre Erfahrung aus dem Heimbereich mit. Für Duso steht der Mensch im Zentrum seiner Arbeit.

Rahel Meier
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Hansruedi Lutz (links) mit dem neuen Heimleiter Emanuel Duso vor dem neu gestalteten Gartenrestaurant.

Hansruedi Lutz (links) mit dem neuen Heimleiter Emanuel Duso vor dem neu gestalteten Gartenrestaurant.

Rahel Meier

Im April 2006 wurde das Alters- und Pflegeheim Leuenmatt in Bellach eröffnet. Seither wurde es von Hansruedi Lutz geleitet. Nun zieht er sich zurück und hat die Leitung an Emanuel Duso übergeben.

Duso ist Sozialpädagoge, diplomierter Heimleiter und hat die Managementausbildung an der Fachhochschule in Olten abgeschlossen. Er arbeitet seit 25 Jahren im Heimbereich. Lange Jahre war er in der Stiftung Schloss Biberstein tätig, einer Institution, die geistig behinderte Erwachsene betreut. «Ich wollte zwar im Heimbereich bleiben, habe aber eine neue Tätigkeit gesucht», so Duso. So sei er auf das Zentrum Leuenmatt gestossen.

«Als Erstes hat mich die Homepage der Institution angesprochen und dann auch das Leitbild.» Emanuel Duso wird die operative Leitung des Heimes übernehmen und muss dafür sorgen, dass das Heim schwarze Zahlen schreibt. Im Unterschied zu anderen Alters- und Pflegeheimen ist die Leuenmatt ein privatwirtschaftliches Unternehmen ohne staatliche, kirchliche oder kommunale Zuwendungen. «Neben Sozialkompetenz ist bei der Heimleitung deshalb auch unternehmerisches Handeln und Denken gefordert», so Lutz.

Bewohner werden immer älter

Trotzdem ist für Emanuel Duso wichtig, dass der Mensch im Zentrum seiner Arbeit steht. «Für mich ist auch die Grösse des Heimes ein Pluspunkt. Es ist hier noch möglich, die Bewohner kennenzulernen.»

In der Leuenmatt gibt es 44 Einzelzimmer. Es gibt Altersheim-, aber auch Pflegeplätze. Der Betrieb wurde in den letzten Jahren an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst, wie Hansruedi Lutz erklärt. Damit wurden auch neue Stellen geschaffen. Als Beispiel nennt Lutz die Aktivierungstherapie, die heute durch eine Fachperson geleistet wird. «Wie in den meisten Heimen haben auch wir immer mehr Bewohner, die pflegebedürftig sind. Das Eintrittsalter wird höher.» Das Heim sei so eingerichtet, dass auch schwerst pflegebedürftige Personen bis zu ihrem Tod betreut werden können.

Die Leuenmatt wird als offenes Haus geführt. Teil des Konzeptes ist beispielsweise der Coiffeursalon, der einerseits den Bewohnern, aber auch anderer Kundschaft offen steht. Ebenso ist das Restaurant öffentlich und wird gerne auch für Geburtstagsfeiern oder Bankette genutzt.

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