An warmen Tagen wird die Dammstrasse in Biberist zur Uferpromenade: Erholungsuchende spazieren in Badekleidern der Emme entlang, Familien grillieren und planschen im Wasser. «Es ist eine wahre Freude, wie der Emmestrand belebt wird», sagt Biberists Gemeindepräsident Martin Blaser (FDP), der sich am Pfingstmontag vor Ort ein Bild gemacht hat. Seit Abschluss der Bauarbeiten wird der Fluss seinem Ruf als Naherholungsgebiet gerecht.

Denn Ziel war nicht nur der Hochwasserschutz, sondern auch ein attraktiverer Lebensraum für Mensch und Tier. Auch der Gerlafinger Gemeindepräsident Peter Jordi (SP) freut sich über die Aufwertung des Ufers auf «seiner» Seite. «Für uns ist der Badespass allerdings nicht ganz so neu wie für die Biberister.»

«Ghüder zu Hause entsorgen»

So oder so: Auf beiden Uferseiten wächst mit dem Start der Badesaison auch die Sorge vor dem Abfall, den die Leute achtlos liegenlassen oder gar mutwillig wegwerfen. So etwa beim Jugendraum, auf dem Gustav-Eisenmann-Platz – oder eben am Emmeufer.

Martin Blaser macht unmissverständlich klar, was der von Littering hält: «So etwas macht man einfach nicht.» Der Ghüder sei nicht nur ein optisches Ärgernis, Glasscherben oder rostige Aludosen könnten auch zur Gefahr werden. Ausserdem sei es für die Werkhofmitarbeiter ein riesiger Aufwand, den Abfall einzusammeln. Von Verboten oder Repression hält Blaser allerdings nichts. Auch Abfallkübel seien keine Option. Diese würden die Landschaft verunstalten. Vielmehr plädiert er dafür, die Verpackungen wieder mitzunehmen und zu Hause zu entsorgen.

Mit gutem Beispiel voran ging am Samstag der Lions Club am Anti-Littering-Tag. Mitglieder putzten die Gegend etwa beim Schützenhaus oder an der Emme. Auch die Schulen sollen einbezogen werden. Und: Dieses Jahr sollen die Biberister dazu aufgerufen werden, an einem Tag Abfall einzusammeln. Damit möchte der Gemeindepräsident die Bevölkerung sensibilisieren. «Denn alles, was jemand wegwirft, muss ein anderer wegputzen.»