Man kennt ihn in den Pferdesport-Kreisen. Die Rede ist von Heinz Mägli. Er organisierte am Wochenende einen Pferdemarkt im Balsthaler Moos. Zum Verkauf standen insgesamt elf dieser edlen Tiere. Daneben stellte er in seinem Stall zahlreiche Pferdesportartikel aus: Vom Marathonwagen über die Peitsche und Zaumzeug bis zum Concourshemd fanden die Pferdeliebhaber alles.

Dem Organisator war es ein Anliegen, nebst Warenausstellung, mit dem Pferdemarkt einen Zugang zu schaffen; ebenso das Interesse wecken und «gwungerig» machen. «Solche Märkte gibt es nur noch wenige. Wir wollen dies wieder ein wenig beleben», erklärt Mägli. Im Fokus stehe hierbei ganz klar das Freibergerpferd. Folglich handelte es sich auch bei allen elf angebotenen Pferden um Freiberger.

Auf dem Sandplatz wurden sämtliche Pferde entsprechend präsentiert, entweder beritten oder am Wagen eingespannt. Manche würden sich auch für beide Disziplinen eignen und zwei davon auch fürs Springreiten. «Wir wollen hier vorführen, wie vielseitig diese Pferderasse ist», so der Experte. Es eignet sich im Reit-, Fahr- sowie Freizeitsport, zudem ist es ein leichtes Zugpferd. Und nicht zuletzt wird der Kaltblütler auch gerne in der Hippotherapie eingesetzt.

Was den Preis ausmacht

In und um Mäglis Stallanlage im Moos wurden die Waren präsentiert. Während dieser Tage waren die Pferde ebenfalls dort eingestellt. Nach der Vorführung hatten Kaufinteressierte auch die Gelegenheit das Pferd zu «testen». An den Türen zu den Boxen sind die Informationen über die Abstammung angeschlagen: Mutter, Vater und Grosseltern. So konnten sich Kauflustige die Pferde in aller Ruhe und aus nächster Nähe betrachten und sogleich noch mit den Eigentümern fachsimpeln, sich austauschen und vielleicht auch noch über den Preis verhandeln.

Dieser bewegt sich zwischen rund 6000 und 13000 Franken und wird von den Eigentümern festgelegt. Massgebend dafür sind vor allem der Ausbildungsstand und das Alter: Die angebotenen Pferde sind zwischen drei und sieben Jahren alt. Ebenfalls relevante Faktoren sind der Charakter und die Abstammung. Die Tiere stammten zum Teil aus Mümliswil-Ramiswil, aber auch aus Ruswil und unter anderem aus Bellelay sowie Eschert, was die Anwesenheit französisch sprechender Besucher erklärte.

Das erste Mal

Fündig geworden sind Doris und Bernhard Kägi aus Wolfwil. Sie kauften eine junge Stute für ihren Pferdehof «Sonne-Schyn». «Wir suchten schon seit längerer Zeit ein Pferd und kamen immer wieder auf den Freiberger zurück», erzählt Doris Kägi. Obwohl sie zu Hause alles, nur keine Freiberger hätten. «Das ist das erste Mal, dass wir ein Pferd dieser Rasse kaufen. Aber ich war von Anfang überzeugt und bin begeistert», schwärmt Kägi. Auch schätze sie die ruhige und gelassene Art dieser Rasse. Ihr Mann Bernhard bestätigt: «Bei Warm- und Vollblütern, die sich nicht kennen, kann man vergessen, sie problemlos nebeneinanderstehen zu lassen.»

Auf den Markt sind sie durch die Ausschreibung Aufmerksam geworden und finden es eine super Sache. Toll seien auch die familiäre Atmosphäre und die spürbare Leidenschaft. «Zwei Pferde sind bereits verkauft, zwei bis drei weitere sind noch in Verhandlung», erzählt Heinz Mägli am Sonntagnachmittag. Er sei sehr zufrieden mit dem Verlauf des ersten Marktes und es sieht so aus, als folge eine zweite Ausgabe.