Budget und Schulsozialarbeit interessierten, aber die Demission von Linda Würgler bewegte. Seit dem Start des Schulverbandes 2009 war sie für zwei Ressorts zuständig. Für das «Schoggi-Ressort» Musikschule und das «Zitronen-Ressort» Transport, wie es Verena Meyer, Präsidentin des Schulverbandes Bucheggberg an der Delegiertenversammlung in Schnottwil ausdrückte.

Mit dem Organisieren des Transports der Schul- und Kindergartenkinder an die verschiedenen Standorte der Schulhäuser im weitläufigen Bucheggberg kann man sich nur die Finger verbrennen. «Von Anfang an hatte sie es schwierig», berichtete Meyer. Linda Würgler sei vielen persönlichen Angriffen ausgesetzt gewesen für etwas, «das gesetzlich vorgegeben und korrekt gelöst war». Würgler habe viele Test-Busfahrten gemacht, dabei gar Fotos geschossen und damit vor dem Kanton und der Postauto AG dafür gesorgt, dass «unsere Aussagen Hand und Fuss haben», wie Verena Meyer lobte.

Auch die bislang letzte Errungenschaft des Schulverbandes, den Kindergarten-Begleitdienst, habe sie initiiert. Dass Linda Würgler bereit ist, unkonventionelle Wege zu gehen, zeigte die Ankündigung, dass nächstens ein Apéro für die Buschauffeure organisiert wird, um diese für «unsere Sache und die Kinder zu sensibilisieren».

Linda Würgler demissioniert auf Ende Jahr. Sinnigerweise schenkte ihr der Schulverband zum Abschied unter anderem ein Postautomodell. Nachfolgerin wird Susanne Zuber, Gemeinderätin in Lüterkofen-Ichertswil und bisher Delegierte der Gemeinde im Schulverband. Die Suche nach einer Nachfolge für Würgler gestaltete sich schwierig, weil nicht weniger als sechs angefragte Personen aufgrund des Ressorts absagten. Susanne Zuber wurde einstimmig gewählt.

Mehr Arbeit mit älteren Schülern

Silvia Hak-Meinicke, Schulleiterin in Messen, stellte den Bericht vom ersten Jahr (13/14) der Schulsozialarbeit auszugsweise vor. Dabei beschränkte sie sich auf positive Punkte. «Wir haben gute Erfahrungen mit der Schulsozialarbeit gemacht», sagte sie den Delegierten. Der Entscheid für eine Stelleninhaberin sei richtig gewesen, sagte Silvia Hak. So hätten die Kinder überall die gleiche Ansprechperson, was bei Wechseln von Vorteil sei.

Von den Dossiers, die die Schulsozialarbeiterin eröffnete, betrafen 47 Einzelberatungen, elf waren Gruppenberatungen, also mit mindestens zwei Kindern, 15 Mal arbeitete die Stelleninhaberin mit Klassen oder in Projekten (Sexualkunde, Medienkunde etc.) und 19 Dossiers wurden in der Rubrik Sonstiges eingereiht. Die meisten Beratungsstunden ergaben sich am Schulstandort Schnottwil, wo die Sekundarschule beheimatet ist. Damit korrespondiert die Verteilung der Anzahl Beratungen nach Alter. Die Schulsozialarbeiterin wurde insbesondere von den 11- bis 13-jährigen Schülerinnen und Schülern in Beschlag genommen (siehe Tabelle).

Keine Kostensteigerung

Formeller Höhepunkt war die Verabschiedung des Budgets. Das klare Ja der Delegierten zum Budget beinhaltete auch die definitive Einführung des Kindergarten-Begleitdienstes (23 000 Franken für Besoldungen). Präsidentin Verena Meyer freute sich, ein ähnlich hohes Budget wie im Vorjahr vorlegen zu können. «Wir haben versucht, sehr genau zu budgetieren und konnten die Kosten etwas glätten.»

Einige Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr seien erwähnenswert, etwa die neue Turnhalle in Messen. Deren Inbetriebnahme habe Einfluss auf Miet- und Nebenkosten. In diesem Jahr wird die EDV in Schnottwil erneuert, nächstes Jahr ist der Schulstandort Messen an der Reihe. Die kontinuierliche Erneuerung des Schulmobiliars wurde zuerst am Sekundarschulstandort vorgenommen. Ab 2015 werden die Primarschul-Standorte neu ausgerüstet. Der vollständige Ersatz der Nähmaschinen, immerhin 30 Stück zu einem budgetierten Preis von 63 000 Franken, gab beinahe am meisten zu reden. Aber die Arbeit an den Maschinen gehört ab der 4. Schulklasse zum Unterricht und die alten Nähmaschinen stammen aus den 90er-Jahren. Ersatzteile sind rar, wenn überhaupt noch vorhanden.

13 670 000 Franken will der Schulverband 2015 insgesamt ausgeben. Das sind 7700 Franken weniger als für 2014 budgetiert wurden. Der grösste prozentuale Rückgang (minus 11,9 % auf neu 408 000 Franken) betrifft den Bereich Sonderschulung, Sonderpädagogik. Die Anzahl der Verfügungen für sonderpädagogische Massnahmen sei zurückgegangen. Prozentual am stärksten legt der Bereich Musikschule zu (plus 9,6 % auf 599 600 Franken). Dies weil die Anzahl der Anmeldungen nach Jahren des Rückganges angezogen habe. «Wir konnten den Trend hoffentlich, brechen», berichtete Leiter Roman Schönenberger.