Lüterkofen
Erfolgreiche Lehrstellenbörse: 55 Firmen stellten Berufe vor

Viele Schülerinnen und Schüler besuchten am Montag die Lehrstellenbörse in der Mehrzweckhalle in Lüterkofen. Die Ausstellung bot den künftigen Lernenden eine gute Möglichkeit, sich über verschiedene Berufe zu informieren.

Simon Wyss
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Besucher besichtigen die zahlreichen Stände in der Mehrzweckhalle.

Besucher besichtigen die zahlreichen Stände in der Mehrzweckhalle.

Simon Wyss

An unterschiedlichen Ständen gaben Lernende den Schülern Informationen über ihren Beruf. Ausserdem konnten die Teenager Vorstellungsgespräche üben und ihre Bewerbungsunterlagen von Lehrmeistern beurteilen und korrigieren lassen.

Zum ersten Mal wurde die Berufsmesse vom Gewerbeverein Bucheggberg organisiert. Insgesamt waren 55 Firmen an der 18. Ausgabe des Anlasses vertreten. «So viele Aussteller wie dieses Jahr hatten wir noch nie», sagt Rudolf Meister, Präsident des Gewerbevereins Bucheggberg.
«Manchen Firmen mussten wir sogar eine Absage erteilen.» Bis 2013 war die FDP Bucheggberg-Wasseramt die treibende Kraft hinter dem Projekt. Meister freut sich über den grossen Ansturm, ist
aber trotzdem überrascht. «Wir dachten, dass es etwas weniger werden, da in Bern die Berufsmeisterschaften ‹Swiss Skills› stattfinden.»

Plan B und Networking

Lehrstellensuche ist kein einfaches Unterfangen. Die Jugendlichen sind gefordert. «Mit der heutigen Börse möchten wir helfen, den richtigen Entscheid zu treffen», so Meister in seiner Begrüssungsrede. Weiter rät er, einen Plan B zu erstellen. «Wichtig ist es, sich nicht nur auf einen Beruf zu konzentrieren.» Schliesslich klappe es nicht immer mit dem Berufswunsch Nummer eins. Networking sei wichtig, appellierte Urs Schmid, Projektleiter Berufsbildung des kantonalen Gewerbeverbands, an die Zuhörer. «Knüpft Kontakte heute Abend», fordert Schmid auf.

Der erste Eindruck zählt

Der Knigge spielt eine wichtige Rolle. «Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance», so das Motto eines 15-minütigen Referats. Dieses hält Marianne Meister. Die Gemeindepräsidentin von Messen bildet seit Jahren Lehrlinge aus und kann auf einen grossen Erfahrungsschatz zählen. «Die ersten 15 Sekunden vermitteln dem Lehrmeister einen ersten Eindruck.» Dabei würden Mimik, Gestik, Intonation, Blickkontakt und die Kleidung eine Rolle spielen. «Einen Charakter kann man an kleinen Dingen erkennen», so Meister. Trotzdem appelliert sie an die Jugendlichen, sich selbst zu bleiben. «Es ist wichtig, dass Sie sich nicht verstellen», spricht sie die jungen Leute an. Auch das Wissen über den Betrieb sei wichtig. «Sie müssen zeigen, dass Sie die Lehrstelle haben wollen!», so Meister. Zum Schluss gibt sie sämtlichen Schülern noch die Hand und korrigiert ihren Händedruck, falls dieser nicht gut genug ist.

Vorstellungsgespräche führen will geübt sein. Auch hierfür bot die Berufsmesse in der Mehrzweckhalle Unterstützung. So standen den Stellensuchenden mehrere Lehrmeister zur Verfügung, um mit ihnen ein Vorstellungsgespräch zu üben. Die Jungen nützten das Angebot rege. So waren die separat zur Verfügung gestellten Räume immer besetzt.

Besseres Auftreten

Seit der Einführung der neuen Sek-Reform wird an den Kreisschulen das Fach Berufswahl unterrichtet. Den Unterschied bemerke man an den Bewerbungsschreiben als auch beim Auftreten der Jugendlichen, so Hans Lenz, Lehrmeister der Drogerie Lenz in Messen. «Die Lehrkräfte unterstützen die Schüler besser.» So waren er und Marianne Meister mit vielen Bewerbungsdossiers der Jugendlichen in diesem Jahr zufrieden. «Es hat sich viel gebessert in den letzten Jahren», bestätigt Rudolf Meister.