AKW Gösgen
Erdschluss schnitt AKW Gösgen von externer Stromversorgung ab

Das Kernkraftwerk Gösgen ist kürzlich für rund 90 Minuten von der externen Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Ursache dafür war ein Erdschluss. Die Notstromdieselaggregate sprangen ordnungsgemäss an.

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Das AKW Gösgen war für 90 Minuten von der externen Stromversorgung abgeschnitten.

Das AKW Gösgen war für 90 Minuten von der externen Stromversorgung abgeschnitten.

Keystone

Die Anlage habe sich zu jedem Zeitpunkt in einem sicheren Zustand befunden, teilte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am Montag mit. Das ENSI will das Vorkommnis analysieren. Der Erdschluss wurde nach Angaben des AKW-Betreibers um 7.54 Uhr durch eine Fehlhandlung während den Revisionsarbeiten ausgelöst. Sofort sprangen die für einen solchen Fall vorgesehenen Notstromdieselaggregate ordnungsgemäss an. Dadurch war die Stromversorgung für die sicherheitsrelevanten Teile des Atomkraftwerkes stets gewährleistet. Die externe Stromversorgung konnte laut ENSI um 9.30 Uhr wieder hergestellt werden. Ein Erdschluss entsteht bei der Verbindung eines Aussenleiters oder eines betriebsmässig isolierten Nullleiters mit der Erde oder mit geerdeten Teilen.

180 Millionen Franken teure Aufrüstung

Das AKW Gösgen in der Standortgemeinde Däniken war am 4. Mai für die Jahresrevision vom Netz gegangen. Im Rahmen der Arbeiten wird unter anderem die Turbogeneratorgruppe modernisiert. Mit dieser 180 Millionen Franken teuren Aufrüstung erhöht sich die Stromproduktion im Umfang eines mittelgrossen Flusskraftwerkes. Die Revision wird rund 60 Tage dauern. (sda)