Farbige Kerzen brennen im Studio-Neun in Burgäschi. Leise ertönt Musik. An den Wänden hängt ausdrucksstarke, energetische Kunst in kräftigen Farben. Die Seelenbilder tragen Namen wie «Zusammenspiel», «Gemeinsam im Glück», «Morgenrot», «Im Liebeszauber».

Orchideen vollenden die besondere Atmosphäre. Ein «Herzlich willkommen» leuchtet den Besuchern von der Leinwand entgegen, inmitten eines Waldes, durch den der Weg in die Unendlichkeit führt.

20 Personen nehmen schliesslich auf den roten Stühlen Platz, um zum angekündigten Thema «Jugend und Spiritualität» Näheres von Dominik Rieger zu erfahren. Dieses Thema interessiert den 16-jährigen KV-Lehrling aus Subingen seit Jahren. Statt Fussballspielen und Ausgang mit Gleichaltrigen liest er lieber Bücher mit Blick in geistige Welten.

Es begann mit sieben Jahren

«Dominik steht bestimmt nicht alleine da mit dem Hang zum Übernatürlichen, aber es braucht Mut darüber zu reden», sagt einführend Tino Mosca, Inhaber des im letzten November eröffneten «Studio-Neun».

Spiritualität werde oft als lächerliches Thema abgestempelt. Der 16-Jährige beantwortet – erstmals in der Öffentlichkeit – Moscas Fragen, mit leiser Stimme, denkt nach, legt manchmal eine Pause ein.

Er erzählt, dass er im Alter von sieben Jahren mit Spiritualität in Berührung kam. Damals plagte ihn eine Windphobie, die er therapieren musste. Ein Bekannter seines Vaters, ein Heiler, befreite ihn nicht nur davon, sondern weckte in ihm das Interesse für die alte Kultur. Er eröffnete dem Jugendlichen auch, dass er in seinem letzten Leben als Forscher in Peru gelebt habe.

Der Tod als andere Daseinsart

Dominik Rieger ist sich sicher, dass es etwas Höheres gibt, das die Menschheit lenkt. «Wir sagen, es ist Gott, es können aber auch andere geistige Mächte sein», sagt er. Die Menschheit sollte erkennen, dass sie das Göttliche in sich hat und so die Kraft, etwas zu verändern.

Das bedinge Selbsterkenntnis und das eigene Bewusstwerden. Auch das bewusste Steuern der Gedanken könne etwas auslösen. In Dankbarkeit zu leben, das ist Dominik Riegers Ziel. Er ist überzeugt, mit dem eigenen Verhalten im Alltag auf andere zu wirken und viel zu verändern.

Der junge Mann bekundet auch, dass er an das von Platon erwähnte Inselreich «Atlantis» glaubt. Er stelle sich auch vor, dass es Leben ausserhalb der Erde gibt, und erwähnt dabei Ufos und Kornkreise.

Vom Tod spricht er als eine andere Daseinsart, und das mehrmalige Wiederkommen auf die Erde erscheint ihm logisch. Er gibt den Anwesenden mit, besseres Vertrauen zu sich selber zu haben und ehrlich mit sich selber zu sein. Ein Zuhörer bekräftigt: «Es braucht keine Worte. Entscheidend ist, dass man Ethik lebt gegenüber seinen Mitmenschen.»