Universität Bern
Endlich Sicherheit für den Botanischen Garten

Nachdem der Botanische Garten Bern lange Zeit mit Finanzproblemen kämpfen musste, wird er nun vollumfänglich in die Universität integriert.

Therese Hänni Niederhauser
Drucken
Teilen

Archiv SZ

Organisatorisch gehört der Botanische Garten Bern seit 2010 bereits zur Universität, nun wird er vollumfänglich integriert. Ab 2018 wird der Kantonsbeitrag an den Botanischen Garten (BOGA) in das Budget der Universität Bern aufgenommen. Damit muss das Betriebsbudget des BOGA nicht mehr separat beantragt werden. Die Universitätsleitung hat die entsprechende Leistungsvereinbarung für die Jahre 2018 bis 2021 genehmigt, wie die Universität Bern mitteilt.

In Uni-Kredit aufgenommen

Die Universität sieht in der nun getroffenen Lösung die Möglichkeit, Betrieb und Personal des BOGA längerfristig zu sichern. Die Institution kämpfte jahrelang mit Finanzproblemen. Eine Berner Industriellenfamilie sprang zweimal finanziell in die Bresche. Der BOGA wurde schliesslich von mehreren Stellen - Kanton und private Stiftungen - finanziert. Nun wird der Beitrag von 1,05 Mio. Franken in den ordentlichen Beitrag des Kantons an die Universität aufgenommen.

«Der BOGA ist nicht nur eine anschauliche Schnittstelle zwischen Uni und Gesellschaft, er ist auch ein Grossexperiment für die Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse», wird Uni-Rektor Christian Leumann in der Mitteilung zitiert.

Der Botanische Garten mit seinen rund 5'500 verschiedenen Pflanzenarten aus aller Welt versteht sich als Garten des Wissens und Lernens und als Ort zum Verweilen für die Bevölkerung.

Lange Geschichte

Die Anfänge des Berner BOGA reichen ins späte 18. Jahrhundert zurück, in die Zeit der Aufklärung. Seit 1862 befindet sich der BOGA am Aarehang neben der Lorrainebrücke. Im unteren Teil des Areals befinden sich die Arbeitsräumlichkeiten des BOGA mit Büros, Anzucht, Überwinterungs- und Schulungsräumen. Im oberen Teil ist das Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern angesiedelt. 2016 eröffnete das Institut in Ostermundigen zudem ein neues Forschungsgewächshaus. Seit jeher waren botanische Gärten mit Universitäten eng verbunden. Sie sind wichtige Freiluft-Laboratorien.

Aktuelle Nachrichten