Zahlreiche Projekte wurden in den letzten Jahren aufgegleist. Doch keines konnte alle Hürden nehmen. Entweder scheiterte die Realisierung eines neuen Magazins der Regionalfeuerwehr Limpachtal am Widerstand des Kantons, der Einsprache der Gemeinde Messen, oder es entsprach nicht den versicherungstechnischen Vorschriften.

Nun konnte der Gemeindepräsident Hanspeter Ziegler an der Gemeindeversammlung in Unterramsern ein Projekt vorstellen, das von allen Institutionen abgesegnet ist. Auch Landeigentümer und Anstösser seien einverstanden.

Das Gebäude soll an die Strasse zwischen Messen und Balm zu liegen kommen. Ein Neubau ist schon längst überfällig. Das Material wird zurzeit an verschiedenen Orten aufbewahrt. «Es ist eine komplexe logistische Übung, bis alles jeweils am richtigen Ort ist», wusste Feuerwehrkommandant Bruno Graber. Kosten wird der Neubau 1,99 Mio. Franken.

Der Bruttoanteil für Unterramsern beträgt 250 000 Franken. Davon können noch die Beteiligung der Gebäudeversicherung und Subventionsbeiträge abgezogen werden. Die 25 anwesenden Bürger und -bürgerinnen stimmten dem Vorhaben mit einer Enthaltung, zu. Wenn auch Messen ja zum Projekt sagt, steht dem Neubau nichts mehr im Weg.

Neue Verträge wegen Fusionen

Nicht im Zusammenhang mit der Realisierung des Feuerwehrmagazins steht der neue Zusammenarbeitsvertrag Regionalfeuerwehr Limpachtal, der zwischen Unterramsern und Messen abgeschlossen wird.

Der bisherige Zweckverband bestand ursprünglich aus acht Gemeinden. Davon haben sich sieben zwischenzeitlich mit anderen Gemeinden zusammengeschlossen. Deshalb verlor der Verband seine Berechtigung.

Die neue Kooperation zwischen den beiden Gemeinden wird in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag geregelt. Ebenso erging es dem Friedhofszweckverband. Der Zusammenarbeitsvertrag besteht nun aus den Gemeinden Buchegg und Unterramsern.

Dabei übernimmt Buchegg als Leitgemeinde die Betriebsführung und Friedhofsleitung. Das Volk stimmte in beiden Fällen einstimmig für die Auflösung des alten und die Schaffung eines neuen Vertrages zu.

Austritt aus der Sozialregion

Wie bereits andere Bucheggberger Gemeinden hat die Versammlung den Austritt aus der Sozialregion Biberist-Bucheggberg-Lohn (BBL) beschlossen. Gemeindepräsident Hanspeter Ziegler monierte vor allem den Kostenverteiler.

Er störte sich daran, dass Biberist auf der einen Seite und Lohn und der Bucheggberg auf der anderen Seite einwohnermässig zwar etwa gleich stark seien, Biberist als Leitgemeinde jedoch das Sagen habe. «Den anderen bleibt nur das Bezahlen» ärgerte er sich.

Der Gemeinderat wäre bereit, den bestehenden Vertrag mit einem anderen Kostenverteiler und mehr Mitspracherecht grundlegend zu erneuern. «Wenn Biberist nicht will», sagte Ziegler, «werden wir in Betracht ziehen, eine eigene Sozialregion zu gründen, oder uns einer anderen anzuschliessen».

Weniger Steuereinnahmen

Die Rechnung schloss mit einem beträchtlichen Aufwandüberschuss ab, ganz ungewöhnlich für die Unterramsern, wie Finanzverwalter Ruedi Ziegler betonte. Als Grund dafür sieht Ziegler geringere Steuereinnahmen.

Der Aufwandüberschuss von 168 792 Franken wird dem Eigenkapital belastet, das nun noch 321 000 Franken beträgt. Das Netto-Vermögen pro Kopf beträgt gut 1300 Franken. Nettoinvestitionen wurden für 59 435 Franken getätigt. Der Finanzierungsfehlbetrag beläuft sich auf 202 000 Franken.