Zuchwil
Endlich gibts mehr Platz für die BSU-Busse

Der Busbetrieb Solothurn und Umgebung nimmt seine Garagenerweiterung in Zuchwil in Betrieb. Jetzt haben die BSU-Busse endlich mehr Platz - und die Chauffeure haben ihren Fitnessraum zurück. Rund 1500 Personen waren am Tag der offenen Tür.

Sven Altermatt
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Einweihung BSU-Garage in Zuchwil
33 Bilder
Ganz nah dabei.
Ueli Bucher, VR-Präsident BSU, bei seiner Ansprache
Auch Gemeindepräsident Stefan Hug sprach
Gemütliches Beisammensein
Bratwurst mit Brot
Auch für musikalische Unterhaltung wurde gesorgt
Hüpfburg für die Kleinen
Hüpfburg für die Kleinen
Auch draussen wird etwas geboten
Mit dem Kran gehts hoch hinauf
Sie wagen es in die Höhe
Blick von oben auf die Garage
Ein Kleiner testet den Grossen.
Einweihung BSU Garage Zuchwil
Einweihung BSU Garage Zuchwil
Einweihung BSU Garage Zuchwil
Einweihung BSU Garage Zuchwil
Einweihung BSU Garage Zuchwil

Einweihung BSU-Garage in Zuchwil

Tina Dauwalder

Hansruedi Hofer hat sich lange auf diesen Tag gefreut. Schliesslich geht es um eine Herzensangelegenheit des Garagenchefs. Am Samstag hat der BSU (Busbetrieb Solothurn und Umgebung) seine Garagenerweiterung im Zuchwiler Industriequartier in Betrieb genommen – mit einem «Tag der offenen Tore». «Immerhin hat unsere Garage mehr Tore als Türen», erklärt Hofer, als er diese Zeitung kurz vor der Einweihung durch die Erweiterung führt.

Die Architektur präsentiert sich funktional und schnörkellos, es dominieren robuste Materialien. Für Firlefanz hat es keinen Platz. Und das ist auch gut so, meint Hofer: «Wir benötigen seit sechs Jahren dringend mehr Raum, nun haben wir ihn endlich erhalten.» 2008 wurde der BSU vom Kanton beauftragt, seine Kapazitäten und sein Streckennetz auszubauen.

Der Busbetrieb stellte neue Fahrer und Mechaniker an, der Platzbedarf stieg. Die BSU-Räumlichkeiten wurden zum Opfer des Wachstums: Ein Ruheraum und ein Fitnessraum mussten vorläufig zweckentfremdet werden, in der Garage konnten nicht mehr alle Busse eingestellt werden. Diese Probleme sind nun behoben. Der Ausbau der Garage, der rund 18 Monate dauerte, kostete 5,7 Millionen Franken.

Arbeiten unter Tage

In der Garagenhalle sind zusätzliche Abstellplätze und Lagerräume errichtet worden. «Alles nach modernsten Grundsätzen», betont Garagenchef Hofer. Bei einem Busbetrieb, der einen engmaschigen Fahrplan einzuhalten hat, zähle schliesslich jede Sekunde. «Diese Vorgabe können wir nur erreichen, wenn die Busse stets in einem Top-Zustand sind.» Und damit, Hofer zeigt mit seinem Finger auf den Boden, soll dies noch besser gelingen: Unter einer Rollladenabdeckung versteckt sich eine 23 Meter lange und etwa eineinhalb Meter tiefe Prüfgrube. In dieser begutachten die Mechaniker künftig den Unterboden der Busse, Werkutensilien sind stets griffbereit. Hofer erklärt: «Die Grube befand sich zuvor draussen auf dem Vorplatz, dort konnte es im Winter allerdings ziemlich unangenehm werden.»

Reifen in der Waschmaschine

Im Obergeschoss des Garagenanbaus ist ein neues, brandschutzsicheres Reifenlager entstanden. Auf dieses ist Hansruedi Hofer besonders stolz. In einem Lift fahren die Reifen in die Garagenhalle. Hier steht eine Hightech-Nasszelle bereit, die äusserlich an eine Waschmaschine aus der Küche erinnert. Die Reifen werden mit Putzmittel, Wasser und Granulat gereinigt. Auch die administrativen Räumlichkeiten haben ein Upgrade erhalten – der Büroanbau wurde um eine Etage aufgestockt. Und so gibt es nun wieder einen Fitnessraum und einen Ruheraum, zudem stehen Schulungsräume und für die zwölf Busfahrerinnen ein eigener Umkleideraum zur Verfügung.

Am Samstag nutzten zahlreiche Besucher den «Tag der offenen Tore» für eine Nostalgiefahrt im FBW-Silberbus oder für einen Blick hinter die Kulissen. Die Absichten sind klar, wie Garagenchef Hofer sagt: «Wir wollen unseren Fahrgästen zeigen, wie viel Arbeit dahintersteckt, bis sie sicher von A nach B reisen können.»