«Wir wollen der Bevölkerung die interessantesten Stellen und Gebäude aus der Vergangenheit der Fabrik zeigen, aber auch wo und wie sich das Areal in Zukunft entwickeln soll.» Damit erklärt Lothar Kind, Geschäftsführer der Attisholz Infra AG (AIN), im aktuellen Newsletter, weshalb er ab Ende August Arealführungen anbieten will.

Ein erstes Mal können sich Interessierte am 24. August, um 15 Uhr, einen Eindruck verschaffen. Weitere Führungen gibts am 21. September und am 26. Oktober. Pro Führung können maximal 30 Personen berücksichtigt werden. Für Gruppen besteht die Möglichkeit, sich auch ausserhalb dieser Termine für eine Führung durch das Areal der ehemaligen Cellulosefabrik anzumelden.

Ein Signal für die Öffnung

Die angesetzten öffentlichen Führungen sind der zweite Öffnungsschritt. Anfang Juli bereits haben Lothar Kind und Regierungsrat Walter Straumann die ehemalige, für den internen Transport genutzte, Eisenbahnbrücke über die Aare zwischen Luterbach und Riedholz für Velofahrer und Fussgänger zugänglich gemacht (wir berichteten).

Auf dem ehemaligen Fabrikareal soll dereinst ein neues Quartier entstehen mit 600 bis 1000 Arbeitsplätzen und Wohnraum für 400 bis 800 Menschen. Bis es so weit ist, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Doch so lange will AIN-Geschäftsführer Lothar Kind mit der Öffnung des Areals für die Öffentlichkeit nicht zuwarten. «Auf der Planungsebene braucht es jetzt etwas Geduld, aber wir wollen bereits ein Signal setzen und der Bevölkerung erste Einblicke in das lange abgeschottete Attisholz-Areal ermöglichen», heisst es weiter im Newsletter.

Zusätzlich zu den öffentlichen Führungen will der Geschäftsführer der AIN, die das Areal verwaltet, im Verlauf des Spätsommers zudem auf dem Parkplatz beim Haupttor des Areals einen Informationspavillon platzieren. Dort soll dann umfassend über die Zukunftsabsichten informiert werden. Der Zeitpunkt der Eröffnung und die Öffnungszeiten des Infopavillons werden zu gegebener Zeit mitgeteilt.

Areal «entwicklungsreif» machen

Derzeit sind die Rückbauarbeiten, die voraussichtlich noch bis Ende 2015 dauern werden, in vollem Gang. Sämtliche Anlagen und Infrastruktureinrichtungen im Aussen- und Innenbereich müssen fachgerecht demontiert und entsorgt werden. Stehen bleiben in der Regel nur die Gebäudehüllen. Bis die künftige Nutzung des Areals klar ist, bietet AIN verschiedenste Räume und Gebäude für eine Zwischennutzung an – «von flexibel nutzbaren und teils möblierten Büros über Werkstätten bis zu Lagerräumen, grossen Hallen und Parkplätzen».

Neben dem Rückbau werde das Areal, so Lothar Kind, mit diversen weiteren Projekten «Schritt für Schritt entwicklungsreif» gemacht. Unter anderem gehört hier auch die Bereinigung von Bodenbelastungen dazu. Im Vergleich mit anderen Industrie-Arealen sei das Attisholz-Areal allerdings wenig belastet. Auf dem Areal waren in den vergangenen Jahren umfassende Abklärungen durchgeführt worden. (esf)

Anmeldung für die Führungen durch
das Areal: www.attisholz-infra.ch
oder über 032 626 81 11.