Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerde der Einwohnergemeinde Derendingen gegen das Bau- und Justizdepartement (BJD) abgewiesen. Das BJD hatte im Juli Nutzungseinschränkungen und Nutzungsverbote für die Gärten im «Elsässli» ausgesprochen (wir berichteten). Ausserdem teilte es den Grundstückseigentümern mit, dass im Grundbuch ein Eintrag erfolge, der die Gärten als schadstoffbelastet im Sinne der Verordnung über belastete Böden (VBBo) ausweist. Die Einwohnergemeinde hatte als betroffene Grundeigentümerin dagegen Beschwerde erhoben und namentlich auch verlangt, dass festgestellt werde, dass es sich bei den Grundstücken im «Elsässli» um belastete Standorte im Sinne des Altlastenrechts handle.

Für das Verwaltungsgericht ist es erwiesen, dass die Altlastenverordnung im vorliegenden Fall nicht angewandt werden könne. «Es handelt sich hier weder um einen Ablagerungs- noch einen Betriebs- oder Unfallstandort.» Die Teerplatten die Schadstoffe abgeben seien gezielt als Baustoff verwendet worden. Das Verwaltungsgericht gibt zu, dass nicht alle Böden im «Elsässli» gleich hoch belastet sind. Trotzdem sei es richtig, das Quartier als Ganzes zu betrachten. Eine differenziertere Erhebung der Belastung pro Parzelle sei unverhältnismässig. Richtig sei auch, dass die Nutzungseinschränkungen und verbote ausgesprochen wurden. Da die Böden weder landwirtschaftlich, nochgartenbaulich oder forstwirtschaftlich genützt würden, bestehe auch keine Sanierungspflicht.

21 der 24 weiteren Grundstücksbesitzer im «Elsässli» haben ebenfalls Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht. Dieses Verfahren ist zurzeit sistiert, weil die Privatleute hofften, sich aussergerichtlich einigen zu können. «Wir haben beantragt, dass die Sistierung verlängert wird, bis das Bundesgericht den Fall der Gemeinde entscheidet. Das macht Sinn, da es sich ja um dasselbe Thema handelt», erklärt Hansruedi Meyer (Präsident der IG Elsässli) auf Anfrage.