Biberist
Eine spezielle Kreation lädt zum Verweilen beim Bahnhofgebäude ein

Erst jetzt sind die Umgebungsarbeiten beim RBS-Bahnhof abgeschlossen worden. Ein neuer Brunnen «vereint Ästhetik und Funktionalität», da er auch eine Sitzgelegenheit bietet.

Rahel Meier
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Noch warten die beiden, bevor sie den Brunnen in seiner Lage justieren
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Noch ist kein Wasser im Brunnen
Langsam läuft das Wasser in den Brunnentrog
Brunnen Biberist
Millimeterweise wird der Brunnentrog angehoben und justiert
Millimeterweise wird der Brunnentrog angehoben und justiert
Das Becken ist gefüllt, der Brunnen fürs erste justiert
Eigentlich sollte das Wasser über den inneren Ring laufen, das macht es aber noch nicht überall
Eigentlich sollte das Wasser über den inneren Ring laufen, das macht es aber noch nicht überall
Es beginnt zu sprudeln

Noch warten die beiden, bevor sie den Brunnen in seiner Lage justieren

Rahel Meier

Seit rund einem Jahr fährt der Zug zwischen Solothurn und Bern auf der neuen Doppelspur durch Biberist. Für den Spurausbau musste der Bahnhof verlegt werden. Der Neubau wurde ebenfalls im letzten Herbst in Betrieb genommen wurde. Die Umgebungsarbeiten beim neuen Bahnhof werden aber erst in diesen Tagen abgeschlossen. Als Letztes wurden eine lange Sitzbank und ein Brunnen hingestellt.

Der Brunnen ist eine Einzelanfertigung, er wurde von Toni Weber (w+s Landschaftsarchitekten AG, Solothurn) entworfen. Weber hat einen ähnlichen Brunnen auch schon für die Stadt Olten designt. «Ein RBS-Bahnhof soll nicht nur funktionell, sondern auch schön gestaltet sein», erklärt Christine Schulz (Mediensprecherin Regionalverkehr Bern-Solothurn). Man könne den Brunnen deshalb durchaus als «Kunst am Bau» verstehen. «Bei den Bahnhöfen Zollikofen und Fraubrunnen wurden nach den Umbauten ebenfalls Brunnen gebaut, welche von der Bevölkerung sehr gut aufgenommen wurden», so Schulz weiter.

Gegossener Kunststein

Der Brunnen in Biberist ist rund und hat einen Durchmesser von knapp drei Metern. Verschiedene Steine und Beton wurden gemischt und in eine Form gegossen, danach wurde der Kunststein geschliffen und poliert. «Diese Woche wurde der Brunnen aufgestellt, das Wasser eingelassen und danach die Konstruktion noch justiert.» Die letzten Feinarbeiten werden laut Weber erst nächsten Frühling ausgeführt. Die Wasseroberfläche wirke wie ein Spiegel. Das sei Absicht. «In einem Bahnhof warten Menschen. In der Wasseroberfläche spiegeln sich die Bäume, die Menschen, das moderne Gebäude, die ein- und ausfahrenden Züge.» Zudem gebe es eine Sitzgelegenheit. «So muss man nicht nur gleich neben dem Perron warten, sondern kann die Umgebung in Ruhe geniessen.» Oder wie es Christine Schulz sagt: «Der Brunnen vereint Ästhetik und Funktionalität, da man auf seinem Rand auch sitzen kann.»

Der RBS lässt sich die Gestaltung der Bahnhofsumgebung in Biberist einiges kosten. Insgesamt 100 000 Franken sind in den Gesamtprojektkosten schon nur für den Brunnen und die Sitzbank ausgewiesen. Gespeist wird der Brunnen übrigens mit Niederdruckwasser der Wasserversorgungsgenossenschaft Rabizoni.

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