Eine Mehrzweckhalle für 1432 Einwohner: Messen im Limpachtal hat sich diese grosse Investition geleistet. Am Freitag und Samstag wurde die Halle mit einem zweitägigen Fest eingeweiht. «Das OK hat grossartige Arbeit geleistet. Weil so viele Vereine und Schule mitmachen wollten, haben wir für die Einweihung der neuen Halle zwei Tage eingesetzt», berichtet Gemeindepräsidentin Marianne Meister.

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Messen haben mit dem Entscheid für den Bau einer Mehrzweckhalle Mut bewiesen. «Und darauf bin ich stolz», sagt Meister. Man knüpfe an ein anderes grosses Bauvorhaben an, das vor über 40 Jahren realisiert wurde. Damals, 1968, konnte das Schulhaus mit der Turnhalle eingeweiht werden. Letztere musste nun der Mehrzweckhalle weichen.

Die entscheidende Gemeindeversammlung war 2011. Damals warb die Gemeindepräsidentin für die Mehrzweckhalle und damit gleichzeitig für eine Steuererhöhung um 20 Steuerpunkte, die nach dem Entscheid für die Halle ebenfalls gutgeheissen wurde. Die Gemeindepräsidentin ist fest überzeugt, dass sich diese Investition lohnt. «Wir wollen weiterhin ein kleines Zentrum im Limpachtal sein.» Die Halle sei wichtig für Messen als Schulstandort. «Wir haben an Standortattraktivität zugelegt.» Das sieht auch Vizegemeindepräsident Bernhard Jöhr so: «Die Halle stärkt die Zentrumsfunktion von Messen.»

Die Halle, das zeige die aktuelle Belegung durch die Vereine, eigne sich bestens als Begegnungsort. Die Vereine waren es auch, die ursprünglich für eine grössere Halle warben, weiss Jöhr. Zu klein war die alte Turnhalle, zu aufwendig jeweils der Auf- und Abbau der mobilen Bühne, zu wenig Platz bot sie für weitere Sportaktivitäten und zudem stand so oder so eine Sanierung an.

Einen Zweckbau errichtet

Die neu Halle ist schlicht gehalten und im Foyerbereich etwas abgespeckt, damit das Budget von 5,7 Mio. Franken eingehalten werden konnte. «Wir haben immer sehr kostenbewusst entschieden», berichtet Jöhr. Das Kostenbewusstsein hat sich ausgezahlt. Bernhard Jöhr geht davon aus, dass die Halle zirka 5,55 Mio. Franken gekostet hat. «Noch sind nicht alle Rechnungen beglichen.» Eventuell leistet der Kanton einen Beitrag aus dem Sportfonds in der Höhe von zirka 180'000 Franken.

Die Halle ist mit einer Bühne ausgestattet und kann in zwei Bereiche aufgeteilt werden. «Nun können hier auch grössere Anlässe durchgeführt werden», so Marianne Meister. Beispielsweise eine Delegiertenversammlung eines kantonalen Verbandes. Bereits hat sich der kantonale Feuerwehrverband gemeldet, der im kommenden Jahr seine DV in Messen abhalten wird. Sie kann dann auf ein weiteres grosses Bauvorhaben für die kleine Gemeinde hinweisen, den Bau des Feuerwehrmagazins.