Biberist
Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung von Biberist

Im Jahr 2014 sollen die Insassen der heutigen Strafanstalt Schöngrün in den Schachen nach Deitingen verlegt werden. Danach soll das Areal umgezont und mit Wohnungen bebaut werden.

Rahel Meier
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Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung
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Die geplante Wohnüberbauung auf dem Schöngrün-Areal in Hufeisenform
Blick auf die Strafanstalt und hin zum Gisihübeli
Der Eingang zum Schöngrün, wie man ihn heute kennt
Der geplante Wohnpark auf dem heutigen Gelände der Strafanstalt Schöngrün In Hufeisenform, offen zum Gisihübeli hin
Ein Blick vm Innern der Strafanstalt auf die nahe Umgebung

Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung

AZ

Die Landschaft gegen das Gisihübeli hin soll dabei in das Konzept eingebunden werden. Der Kanton als Landbesitzer entschloss sich dazu, eine Testplanung durchführen zu lassen. Die Resultate dieser Planung sind bis kommenden Mittwoch ausgestellt. Gestern Abend wurde die Ausstellung offiziell eröffnet. Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli machte dabei auf die Besonderheiten einer Testplanung aufmerksam. «Der Sieger hat kein Preisgeld erhalten.

Alle Büros, die eingeladen wurden, haben dasselbe Honorar bekommen.» Denn alle vier Wettbewerbsteilnehmer hätten dazu beigetragen, dass ein gutes Projekt ausgewählt werden konnte. Bei einer Testplanung werde immer öffentlich diskutiert. Der Sinn sei es, ein Projekt gemeinsam und im Gespräch weiterzubringen. «Wir haben schon etliche Wettbewerbe durchgeführt im Kanton Solothurn, aber Testplanungen nur wenige.» Als Nächstes soll der Gestaltungsplan für die Überbauung erarbeitet werden. «Wir machen uns zudem auf die Suche nach Investoren für das Projekt.»

Moderates Wachstum angestrebt

Gemeindepräsident Martin Blaser bezeichnete die Testplanung als «spannende Sache». Biberist strebe ein moderates Wachstum an. Im Schöngrün-Areal möchte man vor allem Pendler und Senioren ansiedeln. In diesem Sinn passe das Siegerprojekt in die Planung, wie Biberist sie verfolge. «Wir konnten uns als Gemeinde sehr gut in den Planungsprozess einbringen.»

Timothy Nissen (Vorsitzender des Beurteilungsgremiums) stellte allen Interessierten kurz die vier Projekte vor, wie sie in der Testplanung erarbeitet wurden. Er machte auch darauf aufmerksam, dass die Projekte sehr unterschiedlich seien, was zu spannenden Diskussionen geführt habe. Laut Nissen war für die Beurteilung wichtig, dass der Respekt gegenüber der umgebenden Landschaft erkennbar war. «Wir haben uns auch gefragt, wie der Siedlungsrand gekennzeichnet werden kann.» Der Gutshof Schöngrün und das Stöckli sollten wenn möglich ebenfalls in die Überbauung eingebunden werden. Ein haushälterischer Umgang mit dem Boden und die Etappierbarkeit der Bauten waren ebenfalls wichtige Beurteilungspunkte.

Einstimmiger Entschied

Der Entscheid für das Siegerprojekt war einstimmig, wie Nissen erklärte. Überzeugt habe beim Projekt des Badener Architektenteams Egli Rohr Partner der Respekt gegenüber des Gisihübelis. Dank der Anordnung der Wohnungen in einem Hufeisen könnten auch alle von der erhöhten Lage und der Weitsicht profitieren. Die Altbauten des Schöngrüns würden ebenfalls integriert. Das Konzept ermögliche trotz des geringen Landverbrauchs die höchste Ausnützung, steht im Bericht des Beurteilungsgremiums. In Kombination mit der klaren Adressbildung, mit dem grosszügigen Wohnungsangebot und der kompakten Bauweise würde so das höchste Ertragspotenzial und der höchste Landwert sichergestellt.

Viel Positives

Nissen verstand es, auch bei den anderen Projekten auf deren Vorzüge hinzuweisen. Alle hatten aber einen klaren Nachteil: Sie überzeugten als Ganzes zu wenig. Das eine erfüllte den Wunsch nach Etappierbarkeit nicht. Zudem war der geplante Bau für die Jury am falschen Ort platziert. Der Einbezug des Gutshofes und des Stöcklis vermochte das Beurteilungsgremium ebenfalls nicht immer restlos zu überzeugen.

Auch das Siegerprojekt wird noch überarbeitet. Die Jury gab dem anwesenden Architekten ihre Wünsche mit auf den Weg. So füge sich das Projekt zwar optimal in die Landschaft ein, vereinnahme das Gisihübeli aber. Dieses solle unbedingt zugänglich bleiben. Eine leichte Verschiebung der Baukörper nach Osten und eine Verkürzung eines der beiden Arme des Hufeisens würde dies erreichen, so Nissen. Architekt Hans Rohr freute sich auf die Aufgabe. «Es ist aussergewöhnlich, an solch einem Ort, mit einer aussergewöhnlichen Landschaft, planen zu dürfen.»

Projekt-Ausstellung Samstag, 26. November, bis und mit Mittwoch, 30. November, 16 bis 19 Uhr, Juillerat-Saal, Alters- und Pflegeheim Läbesgarte Biberist.

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