Es geht vorwärts in Recherswil; zwei wichtige Entscheidungen hat der Gemeinderat an seiner vergangenen Sitzung getroffen. Der Verkauf des ersten Baufeldes im Zentrum spült 1,3 Mio. in die Kasse. Und nach reiflicher Überlegung steht nun zudem fest: Die Gemeindeverwaltung soll am jetzigen Standort bleiben.

«Wir bleiben mit der Verwaltung, wo wir sind, weil es praktischer ist», fasste Gemeindepräsident Hardy Jäggi seinen Antrag zusammen. Denn das Werkhofgebäude, in dem sich die Verwaltung befindet, sei abbezahlt und damit mietfrei.

Ein gewisser Modernisierungsbedarf könne erfasst und als einmaliger Kostenpunkt ins Budget aufgenommen werden. Zwar sind in den Plänen fürs Baufeld A im ersten Stock Räumlichkeiten für die Gemeindeverwaltung eingezeichnet. Mit einem Umzug würden aber monatlich Mietkosten von geschätzt 170 Franken pro Quadratmeter anfallen.

«Unser Archiv, das für die Verwaltungsarbeit sehr wichtig ist, würde am jetzigen Standort verbleiben», schilderte Gemeinderätin Maria Rothenbühler die komplizierteren Abläufe, die durch einen Umzug entstünden.

Vizepräsident Peter Wüthrich wandte indes ein, dass ihm ein Grundsatzentscheid jetzt etwas voreilig erscheine, zumal die Kostengegenüberstellung zwischen der Sanierung des bisherigen Gebäudes und den Miet- und Installationskosten für neue Räume fehle.

Der Rat einigte sich schliesslich darauf, dass ein Umzug ins Gebäude auf Baufeld A nicht infrage komme. Wenn allerdings das Zentrumsbaufeld C überbaut werde, könne das mögliche Interesse anhand der Kostenaufstellungen für eine Einmietung im Erdgeschoss nochmals überprüft werden.

Ein kleines Fest zum Spatenstich

Eigentümer von Gelände und Gebäude Baufeld A wird die Solothurnische Pensionskasse PKSO. Als Generalunternehmer amtet die Firma Studer-Bau aus Härkingen. Der mit Landverkauf und Bauvorhaben befassten Arbeitsgruppe Zentrum lagen zwei Angebote vor.

Um den Detaillisten Volg mit einem langfristigen Mietvertrag einbinden zu können, einigte man sich nach Mietpreisberechnungen auf einen Verkaufspreis von 295 Franken pro Quadratmeter, was eine Gesamtsumme von 1,3 Mio. Franken ergibt.

Nach den Sommerferien kann bereits mit dem Bau begonnen werden. Und dann soll auch ein kleines Fest zum Spatenstich stattfinden, wünschte der Rat. Die jetzige Baggerei auf dem Gelände diene nur der Bodenfestigkeitsprüfung, so Hardy Jäggi.

Der zweite mitbietende Bauträger investiere mit dem Kauf des Areals Ackermann ebenfalls in Recherswil und beginne nun bereits mit der Planung. «Dies alles sind Meilensteine für unser Dorf», würdigte Rothenbühler die Schritte.

Schöne Turnhalle

Gemeinderat Christian Erzer erläuterte die dritte Sanierungsetappe im Schulaus Recherswil, die mit Kosten von 272 481 Franken und damit deutlich unter dem Kredit von 280 000 Franken zum Abschluss gebracht wurde. «Es konnte sogar im Einschluss der Geräteräume mehr gemacht werden als vorgesehen», freute er sich gemeinsam am Aussehen der «schönen Halle».