Unterramsern
Ein souveränes Ja zu höheren Steuern

In Unterramsern stimmt die Gemeindeversammlung dem Defizit und der Steuererhöhung von 110 auf 120 Prozent zu.

Rita Schneider
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Der Steuererhöhung von 110 auf 120 Prozent wurde in Unterramsern zugestimmt. (Symbolbild).

Der Steuererhöhung von 110 auf 120 Prozent wurde in Unterramsern zugestimmt. (Symbolbild).

az-Archiv/wal

Normalerweise gibt es bei Steuererhöhungen eine rege Diskussion. Nicht in Unterramsern. Die dargelegten Gründe, das zu erwartende Defizit der Rechnung 2014 und das budgetierte Defizit für 2015, leuchteten den Anwesenden ein. Einstimmig wurde der Steuererhöhung von 110 auf 120 Prozent zugestimmt. Ohne Wortmeldung wurde auch der Voranschlag 2015 mit einem Ausgabenüberschuss von rund 50 000 Franken genehmigt. Für das kommende Jahr sind Nettoinvestitionen von 626 000 Franken vorgesehen. Hier schlagen verschiedene Erschliessungsprojekte und der Bruttokredit an den Neubau des Feuerwehrmagazins Messen mit 250 000 Franken zu Buche.

Ghüder wird etwas teurer

Seit einigen Jahren weist die Spezialfinanzierung Kehrichtbeseitigung eine Unterdeckung auf. Mit der Annahme des neuen Kehrichtreglements wurden gleichzeitig auch die Grundgebühren erhöht. Das neue Reglement tritt rückwirkend auf den 1. Oktober 2014 in Kraft. Einzelpersonenhaushalte werden neu mit 120 Franken (bisher 60 Franken) und Mehrpersonenhaushalte mit 170 Franken (bisher 60 Franken pro Person) belastet.

Schulweg weckt Emotionen

Der Weg zum Schulbus entlang der Hauptstrasse sei, dies wurde aus der Mitte der Versammlung vermerkt, gerade für die kleineren Kinder sehr gefährlich. Es seien kaum Ausweichmöglichkeiten vorhanden und die Geschwindigkeit werde von vielen Autofahrern nicht eingehalten. Gemeindepräsident Hanspeter Ziegler erklärte, dass diesbezüglich Abklärungen gemacht worden seien. Eine Verlegung der Haltestelle sei nicht angebracht, ein Trottoir würde die Gemeinde zu viel kosten und zudem willige der Kanton nicht ein, Fussgängerstreifen oder ähnliche Massnahmen zu installieren. Allenfalls, und dies wird nun nochmals abgeklärt, käme ein provisorisches Schulweglein infrage. Bis es allenfalls zu einer Lösung dieses Problems kommt, wurde den Eltern geraten, die kleinen Kinder auf dem Weg zum Schulbus zu begleiten und ihnen zu zeigen, wie man sich an einer Strasse verhält.