Die Umfrage zu ausserschulischen Betreuungsangeboten der Gemeinde wurde ausgewertet. 97 Fragebögen wurden an Eltern geschickt mit Kindern der Jahrgänge 2001 bis 2010. Gesamthaft beantworteten sie 59 Prozent der Befragten. Davon hätten nur gerade 15 Prozent Interesse an einem Betreuungsangebot für den Vormittag, 30 Prozent würden eines für den Nachmittag wünschen. Am meisten Bedarf gäbe es für die Mittagszeit (50 Prozent Ja-Stimmen). Der Gemeinderat will überprüfen, ob es in Zukunft einen Mittagstisch geben solle. Eine Arbeitsgruppe wird hierfür ein Konzept ausarbeiten und sich Gedanken über Lokalität und Kosten machen.

Was den Ausgang der Umfrage betrifft, zeigt sich Gemeindepräsident Patrick Schlatter nicht überrascht: «Im Allgemeinen ist das Bedürfnis nach ausserschulischer Betreuung in Oberdorf kleiner als in anderen Gemeinden.» Dabei erinnerte er an einen vergangenen Versuch, einen Mittagstisch auf die Beine zu stellen. Das Projekt wurde aufgrund zu kleinen Bedarfs eingestellt. Dennoch könne es nach Schlatter sein, dass ein Mittagstisch heute genug erwünscht wäre.

Gemeinderat Martin Ruch, Ressortchef der Schule und der Dorfvereine, der die Umfrage vorstellte, fügt zum Ergebnis hinzu, dass sich in Oberdorf viele Eltern privat organisieren würden. Er, zwei Privatpersonen und die Schulleitung Oberdorfs würden die Arbeitsgruppe für den Mittagstisch bilden, doch die Gruppe könne nach Bedarf noch ausgeweitet werden.

Im Grundsatz Zustimmung

Der Gemeinderat diskutierte über die Auswertung des Kantons zum neuen Raumplanungsgesetz. Gemäss Kanton seien in der Bauzone Oberdorfs grosse Flächen unüberbaut. Die Baukommission hat diese Zahlen überprüft und kam auf ein gegenteiliges Ergebnis. Gemeinderat Marc Spirig, Präsident der Baukommission: «In Oberdorf hat es rund 526 000 Quadratmeter Baufläche, davon sind ungefähr 481 000 überbaut.» Es bestünde eine unbebaute Fläche von ungefähr 44 000 Quadratmetern.

Grundsätzlich stimmt der Rat aber der neuen Siedlungsstrategie zu. In einer Stellungnahme an den Kanton wird er sich diesbezüglich äussern und die berechneten Zahlen durch die Baukommission beilegen und kommentieren.

Kooperation so lange wie möglich

Durch eine Umfrage möchte der Verband Solothurner Einwohnergemeinden (VSEG) die Meinung der politischen Behörden zur künftigen Ausrichtung der Spitexorganisationen in Erfahrung bringen. Der Gemeinderat ist der Meinung, dass die Spitex weiterhin im Aufgabenfeld der Gemeinde sein solle, man solle so lang wie möglich die Kooperation zu den Organisationen suchen. Fusion sei kein Selbstzweck, denn es gehe nicht nur um Kosten, sondern auch um das Dienstleistungsangebot. Der Rat unterstützt die Ausbildungsverpflichtung, diese ist in der Spitex Langendorf-Oberdorf bereits gegeben. Seit Oktober gibt es dort auch den 24-Stunden-Notruf. Die Spitex Langendorf-Oberdorf ist ausserdem dabei, in Kooperation mit Solothurn und Zuchwil den 24-Stunden-Service aufzubauen.