Der Gemeinderat Deitingen hatte sich für das Budget 2015 das Ziel gesetzt, nach der ersten Lesung vom September das Defizit von 700 000 Franken auf 500 000 Franken zu reduzieren. Zuerst erläuterte Gemeindeverwalter Christoph Lütolf den Finanzplan für die kommenden fünf Jahre, der aufzeigte, dass eine Budgetierung ohne Steuerfusserhöhung ab 2016 kaum zu verantworten sein wird.

Anschliessend führte er durch den Voranschlag der zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben für das nächste Jahr. Zusammen mit dem Gemeindeverwalter ging der Rat die Zahlen Schritt für Schritt durch und nahm an einigen Stellen Änderungen und Anpassungen vor. So wurde beispielsweise entschieden, die allfälligen Ausgaben im Reserve-Bereich von Anschaffung und Unterhalt inskünftig als Nachtragskredit einzureichen. Auch wurde die Entschädigung pro Hydrant, die von der Feuerwehr in die Spezialfinanzierung der Wasserversorgung einbezahlt wird, von bisher 200 Franken auf 100 Franken reduziert.

Für 2015 bleibt der Steuerfuss

Auf der Einnahmenseite wurde nach eingehender Diskussion und Analyse der bereits erfolgten Steuereinnahmen in diesem Jahr das zu erwartende Steuersubstrat für 2015 um 150 000 Franken höher budgetiert. Die Investitionsrechnung wurde mit Ausgaben von 620 700 Franken und Einnahmen von 140 000 Franken, das heisst mit Nettoinvestitionen von 480 700 Franken, genehmigt. Trotz des budgetierten Defizits will der Gemeinderat für nächstes Jahr den bisherigen Steuerfuss von 115 Prozent beibehalten, rechnet aber mit einer Steuerfusserhöhung ab 2016.

Am Ende war sich der Rat einig: Mit diesem Budget kann man in einem Monat ruhigen Gewissens vor die Deitinger Bevölkerung treten. Am Donnerstag, 27. November, lädt der Gemeinderat zur Gemeindeversammlung in die Zweienhalle, um das Budget 2015 im Detail vorzustellen. Der Gemeinderat wird dort beantragen, den Voranschlag 2015 der Laufenden Rechnung mit einem Aufwandüberschuss von 516 500 Franken zu genehmigen.

Der Rat hat in der Sitzung vom Mittwoch zudem beschlossen, die Leistungsvereinbarung mit dem Verein Inva-Mobil für das kommende Jahr vorerst nicht zu verlängern. Diesen Entscheid begründete der Gemeinderat damit, dass Unklarheit darüber herrsche, wie rege der Fahrdienst für mobilitätsbehinderte Menschen im Dorf überhaupt genutzt wird.