An einer roten Leine führt Fritz Mohni aus Gerlafingen sein Haustier aus. Von weitem könnte man den Vierbeiner mit kurz geschnittenem schwarzen Fell fast mit einem Hund verwechseln, wenn da nur nicht das verräterische Ringelschwänzchen und das Quieken wäre. Moo – so heisst das achtmonatige Minipig-Weibchen, welches gerne von ihrem Halter gestreichelt und verhätschelt wird.

«Verwöhnen darf man sie aber nicht», stellt Werkmeister Fritz Mohni klar. Für sie hat Mohni im Garten seines Einfamilienhauses eine kleine Hütte mit Heu eingerichtet, welche im Sommer zu einem richtigen «Geotop» wird, wie er sagt. Der Aussenplatz ist aber nur zur Unterhaltung und Beschäftigung des Minipigs da.

Essen und schlafen darf Moo nämlich im Haus, wo sie sich im Gästezimmer auf einer kuschelig warmen Matratze ausruhen und neben der Küche in einer eigenen Essecke auserwähltes Futter fressen kann. «Bei der Ernährung muss man schon speziell darauf achten, dass sie nicht zu viele Nährstoffe zu sich nimmt», erklärt Mohni, welcher dem Minipig nur Gemüse, Früchte und spezielle Kekse verfüttert.

Stubenrein

Die stubenreine Moo kommt ursprünglich aus einem Zürcher Bauernhof, bei der sie schon früh domestiziert wurde. Bereits nach acht Wochen durfte Fritz Mohni das handzahme Schweinchen nach Hause nehmen. «Ich habe mir das schon gut überlegt», sagt Mohni. «Schliesslich kann sie bis 15 Jahre alt werden», ist er sich bewusst.

Die Reaktionen seines Umfelds auf das aussergewöhnliche Haustier seien sehr unterschiedlich. Seine Frau kümmere sich gerne um das Schweinchen, und auch die Kinder der Nachbarschaft mögen es, Moo zu streicheln.

Andere Passanten finden den Anblick wiederum nur lustig. Aussagen wie «Was willst du mit einer Sau?» bekommt der Minipig-Halter auch zu hören. Aber diese sind ihm und Moo offensichtlich egal.