Riedholz
Ein Aareweg soll Fussgänger künftig bis zum Attisholz Nord führen

Die Umnutzung von Attisholz Nord sieht einen Aareweg vor. Nun sollen die Grundlagen erarbeitet werden, um diese Idee zu konkretisieren. Die Kosten von 10 000 Franken teilen sich das Amt für Raumplanung und die Attisholz Infra AG.

Marisa Cordeiro
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Über den neuen Aareweg soll man durch den Wald hindurch zum Areal Attisholz Nord im Hintergrund geführt werden.

Über den neuen Aareweg soll man durch den Wald hindurch zum Areal Attisholz Nord im Hintergrund geführt werden.

Hanspeter Bärtschi

Der Masterplan Attisholz Nord sieht unter anderem vor, den Aare-Raum für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Gemeinderat Riedholz stimmte dem Kostenverteiler des dazu nötigen Planungskredites zu.

Vorgesehen ist ein durchgehender Uferweg, der ab der Westseite des Industrieareals durch das östlich gelegene Waldstück zur Emmenspitzbrücke führt und dort an den bestehenden Aareweg anschliesst. Innerhalb des Industrieareals soll der Uferweg dann erst im Rahmen der Umnutzung des Areals Attisholz Nord geplant werden.

Allerdings muss im besagten Teilstück «Wald» zusätzlich eine neue kommunale Kanalisationsleitung mit Anschluss an den Zweckverband der Abwasserregion Solothurn-Emme (ZASE) erstellt werden. Die bestehende, oberirdische und ausser Betrieb stehende Dampfleitung soll dabei abgerissen werden.

Auf Anregung der Attisholz Infra AG wurde geprüft, ob zwischen dem Uferweg- und dem Kanalisationsprojekt Synergien genutzt werden könnten. Die «BSB + Partner Ingenieure und Planer» aber kamen zum Schluss, dass sich die für die Leitung beste Linienführung (entlang der bestehenden Dampfleitung, parallel zum Waldrand) für den Uferweg nicht eignet, weil sie einen Umweg darstellt und über eine etwa 20 Meter hohe und steile Kuppe führt.

Für den Uferweg wurde vorgeschlagen, der bestehenden Dampfleitung von Osten nach Westen nur bis etwa auf die halbe Höhe zu folgen. Danach soll er direkt durch den Wald führen, um letztlich an den bestehenden Aareweg anzuschliessen.

Für die nächsten Planungsschritte und zusätzliche Abklärungen hat die Riedholz unlängst eine Offerte über 10 000 Franken erhalten. Weil aber nicht nur die Gemeinde, sondern auch der Kanton an der Öffnung des Aare-Raums interessiert sei, habe sie das Gespräch mit dem Amt für Raumplanung (ARP) gesucht, sagte Gemeindepräsidentin Jasmine Huber.

Nun übernimmt der Kanton die Federführung, und die Kosten von 10 000 Franken werden je zur Hälfte vom ARP und der Attisholz Infra AG getragen. Die Einwohnergemeinde kommt derweil für die Geometerkosten (voraussichtlich 2000 bis 3000 Franken) auf.

Zweckverband Sozialregion

Ausserdem wählte der Gemeinderat Präsidentin Jasmine Huber als Vorstandsmitglied und Gemeinderat Stefan Ruch als Delegierten in den Zweckverband Sozialregion mittlerer und unterer Leberberg (SD MUL), um damit die beiden Vakanzen zu besetzen.