Biberist
Ehemalige Culturarena will als «Biberena» durchstarten

2013 soll die ehemalige Biberister Culturarena wieder in die schwarzen Zahlen geführt werden. Unter dem Namen «Biberena» startet das Besitzerpaar einen Neuanfang.

Christof Ramser
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Aus der «Culturarena» ist eine «Biberarena» geworden. Das Restaurant bietet neu «gutbürgerlicher Küche» an und ist vorerst ab 17 Uhr geöffnet.

Aus der «Culturarena» ist eine «Biberarena» geworden. Das Restaurant bietet neu «gutbürgerlicher Küche» an und ist vorerst ab 17 Uhr geöffnet.

Felix Gerber

Sie wollen einen Schlussstrich unter die unrühmliche Culturarena-Geschichte der jüngsten Zeit ziehen. Die neuen Besitzer Irene Frei-Stadler und ihr Mann Thomas Frei möchten aus der Kultur- und Gastrostätte wieder ein florierendes Unternehmen machen. Das beginnt bereits beim Namen: «Biberena» soll das Haus neu heissen. «Damit trennen wir uns vom schlechten Image, das mit dem Namen Culturarena in Verbindung gebracht wird», sagt der diplomierte Marketingleiter Thomas Frei. Mit dem Biber als tierisches Maskottchen und der Verbindung zur Standortgemeinde will man ein positives Gefühl vermitteln. «Wir wollen ab 2013 einen guten Start erwischen.»

Irene Frei-Stadler und Thomas Frei

Irene Frei-Stadler und Thomas Frei

Zur Verfügung gestellt

Das neue Besitzerpaar, das selbst auch Gläubiger der konkursiten Culturarena war, hatte im September Saal, Restaurant mit 45 Park- und Einstellplätzen für 1,35 Millionen Franken ersteigert. Das Paar ist seit 15 Jahren in der Seminarbranche tätig und führt weitere Firmen in der Schweiz und in Deutschland. Beide sehen im Standort des ehemaligen Flösserhofs in Biberist ein grosses Potenzial. «Es ist einer der grössten Säle zwischen Olten und Bern und bietet viele Möglichkeiten für Anlässe im Bereich Comedy, Show, Unterhaltung, Musik oder Theater.» Neben Seminar- und Firmenanlässen soll also auch die Kultur nicht zu kurz kommen.

Simon Enzler und Stephanie Berger

Los gehts mit Rickys Zaubershow am Eröffnungsfest vom 18., 19. und 20. Januar. Der Eintritt ist frei. Februar wird der Saal mit Schnitzelbänken und Maskenball seiner Vergangenheit als lokales Epizentrum für die Fasnacht gerecht, bevor diverse Generalversammlungen gebucht sind. Für den Herbst sind bereits bekannte Namen wie Simon Enzler und Stephanie Berger mit ihren Kabarettprogrammen fest eingeplant. Im Gespräch sei man auch mit Showgrössen wie Divertimento, Edelmais oder Marco Rima.

Weil viele Künstler für 2013 bereits ausgebucht sind, wollen Freis im übernächsten Jahr richtig durchstarten. Spezialanlässe wie ein Oktoberfest oder eine «Hüttengaudi», ein Showdiner und ein Schlagerfestival sollen Gäste aus der weiteren Region anlocken und den Event- und Kulturbereich als Standbein für das Unternehmen etablieren. Zudem werden die Biberister Vereine die Infrastruktur weiterhin nutzen können.

Gutbürgerliche Küche

Zu einer wichtigen Stütze für den Betrieb sollen ab dem 18. Januar Restaurant und Bar werden. Mit Rücksicht auf die hohen Kosten wird das Restaurant mit «gutbürgerlicher Küche» vorerst nur ab 17 Uhr geöffnet. Mit der neuen Besitzerin des Papierfabrik-Areals Hiag sei man im Gespräch, um mit Blick auf mögliche Firmenansiedlungen das Restaurant später bereits ab Mittag zu öffnen. Spezialwochen mit mexikanischer, karibischer oder thailändischer Küche sollen nicht nur Stammgäste, sondern Publikum aus der weiteren Region anziehen.

Thomas Frei ist zuversichtlich, die «Biberena» nach verlustreichen Jahren wieder in die schwarzen Zahlen zu führen. Denn eigentlich sei der Betrieb mit Blick auf die Geschäftszahlen stets gut geführt worden. Doch Missmanagement hinter den Kulissen habe dazu geführt, dass Finanzen abgeflossen seien. «Es ist ein heikles Thema», sagt Frei, der nun «null anfangen will.» Wichtig sei es, auf die Bedürfnisse der Kundschaft zu achten und ein gesundes Wachstum anzustreben.

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