Zulasten der Investitionsrechnung beschloss der 62-köpfige Souverän Verpflichtungskredite im Umfang von 1,85 Mio. Franken. Dabei handelt es sich um die Sanierung der Werkleitungen Wasser und Abwasser für 905 000 Franken auf der Solothurnstrasse. Deren Wiederherstellung und teilweise Neugestaltung bedarf neben der bereits erfolgten Rückstellung von 805 000 Franken eines weiteren Nachkredits für den Gemeindeanteil. Diese 118 000 Franken bewilligte die Versammlung einstimmig.

Ebenso die Sanierung der Wasserversorgung auf der Bergstrasse für 620 000 Franken, die nötig wird, weil die vor 40 Jahren eingelegten Gussrohre sehr reparaturanfällig sind. Nicht bestritten war die Anschaffung eines neuen Holders für den Werkhof für brutto 125 000 Franken. Im gleichen Atemzug genehmigt wurden 40 000 Franken für laufende Instandstellungsarbeiten am Strassennetz und 45 000 Franken für den Bahnübergang Bibernbachstrasse.

Der Finanzplan zeigte, dass auch 2016 mit erhöhtem Investitionsbedarf in Höhe von 2,6 Mio. Franken zu rechnen ist. «Doch bis 2017/18 wird alles wieder im Lot sein», blickte Gemeindepräsident Markus Sieber in die Zukunft. Die Netto-Verschuldung pro Kopf steigt 2015 von 793 auf 1130 Franken. In der Abwasserentsorgung, die seit Jahren Überschüsse ausweist, wird der Kubikmeterpreis von 2.00 auf 1.80 Franken gesenkt. Beim Frischwasser, bei dem im Leitungsnetz hohe Verluste zu verzeichnen sind, werden die Verbrauchsgebühr von 2.00 auf 2.20 Franken, die Miete Wasserzähler von 10 auf 20 Franken und die Grundgebühr von 50 auf 120 Franken angehoben.

Mehr Steuern erwartet

Die Bautätigkeit in Lohn-Ammannsegg führt auf der Basis des Steuerfusses von 104/84 Prozent zu geschätzten Mehreinnahmen von 241 000 Franken und ergibt netto 8,5 Mio. Franken. Aus der Versammlung betraf eine Frage die mit 20 000 Franken höher dotierte Finanzierung der örtlichen Spitex. Neben der Kostenübernahme gemäss KVG und der Selbstbeteiligung der Patienten übernehme die Gemeinde ungedeckte Ausgaben. «Dies macht bei uns 40 Franken pro Einwohner aus.» Thema war ebenso der neue Finanzausgleich, der sich im kommenden Jahr nur gerade mit 10 000 Franken im Haushalt auswirken würde. «Aber für die kommenden Jahre ist die Annahme für uns beispielsweise im Bereich Bildungskosten ganz wichtig», machte Sieber deutlich. Denn gegenwärtig erhält die Gemeinde nur 15 Prozent an Subventionen bei den Besoldungskosten der Lehrkräfte.

Und übrigens: Ausdrücklich waren zu dieser Gemeindeversammlung auch ausländische Mitbewohner ohne Stimmrecht eingeladen.