Lohn-Ammannsegg
Drei Unternehmen stellen das geplante Hochhaus infrage

Zum geplanten Hochhaus in Lohn-Ammannsegg sind drei Einsprachen von benachbarten Unternehmungen eingereicht worden. Einsprachen von Privatpersonen sind bisher keine eingegangen.

Urs Byland
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Profile des geplanten Hochhauses beim Bahnhof Lohn-Lüterkofen.

Profile des geplanten Hochhauses beim Bahnhof Lohn-Lüterkofen.

Hanspeter Bärtschi

Das geplante Hochhaus in Lohn-Ammannsegg wird (vorläufig) von Privatpersonen nicht infrage gestellt. Von dieser Seite sind keine Einsprachen gegen das Bauvorhaben beim Bahnhof Lohn-Ammannsegg eingetroffen.

Die Einsprachefrist zum Gestaltungs- und Teilzonenplan ist abgelaufen. «Noch ist es aber möglich, dass per Post Einsprachen eintreffen», bleibt Gemeindepräsident Markus Sieber gestern Morgen in einer ersten Stellungnahme vorsichtig. Verhaltene Freude ist vom Gemeindepräsidenten dennoch spürbar. Nach der teilweise sehr emotionalen Informationsveranstaltung war erwartet worden, dass die Gegner des Projektes aktiv werden würden.

Einsprachen hat es aber schon gegeben. «Stand heute haben wir drei Einsprachen erhalten», berichtet Markus Sieber. Diese stammen alle von Unternehmungen aus der Nachbarschaft.

«Primär geht es um Verkehrs- und Lärmfragen.» Bedenken werden geäussert, dass nun ein Teil der Industriezone in eine Mischzone für Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen umgewandelt werden soll. Dabei werde vor allem befürchtet, dass Lärm und Verkehr der dort beheimateten Unternehmen stören könnte. «Es geht um eine Form der Besitzstandswahrung», erklärt Sieber. Man werde in den nächsten Tagen mit den Einsprechern Kontakt aufnehmen und die Einsprachen anschauen.

29 Meter hoch

Mit dem vorliegenden Projekt soll die Initialzündung gegeben werden für die weitere Entwicklung des Gebietes rund um den Bahnhof Lohn-Lüterkofen. Mit dem Teilzonenplan mit Zonenvorschriften Gebiet Bibernbachstrasse und dem Gestaltungsplan «Bibernbachstrasse GB Nr. 3906» mit Sonderbauvorschriften wird der westliche Teil des Areals der Wyss Zäune AG (GB Nr. 3906) von der Industriezone in eine Mischzone mit entsprechenden Zonenvorschriften umgezont werden.

Auf dem 4000 Quadratmeter grossen Grundstück sind ein 29 Meter hoher, neungeschossiger Solitärbau mit 32 Wohnungen und ein zweigeschossiges Gebäude für Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe angedacht.

Zusätzlich wird die Verkehrssituation rund um den Bahnhof verändert. Die Situation soll vor allem auch für die Velofahrer und die Fussgänger verbessert werden. Gleichzeitig wird der Gewässerraum des Biberenbachs innerhalb des Perimeters der geplanten Umzonung mittels einer kommunalen Uferschutzzone gesichert.

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