Kriegstetten

Diesmal reibungslos: Die beiden neuen Räte gaben das Amtsgelöbnis ab

Gemeindepräsident Manfred Küng nimmt mit Händedruck das Amtsgelöbnis von Roger Gerber (rechts) entgegen. Thomas Affolter hat dieses bereits gegeben.

Gemeindepräsident Manfred Küng nimmt mit Händedruck das Amtsgelöbnis von Roger Gerber (rechts) entgegen. Thomas Affolter hat dieses bereits gegeben.

Die neuen Gemeinderäte von Kriegstetten haben am Dienstag ihr Amtsgelöbnis abgegeben - und gleich wurden sie heftig gefordert. Die Auswirkungen der Fusion Top 5 war Thema, ebenso die Umgestaltung des Parkplatzes Schulhaus.

Eine gelungene Abnahme des Amtsgelöbnis und Diskussionen zu wegweisenden Themen prägten die Gemeinderatssitzung. Ersteres war zu erwarten, auch wenn in Kriegstetten schon mal die Abnahme des Amtsgelöbnis verweigert wurde. Die frisch gewählten Gemeinderäte Thomas Affolter und Roger Gerber gelobten an ihrer ersten Gemeinderatsitzung, sich für das Wohl der Gemeinde einzusetzen.

Mehr diskutiert als entschieden wurde, weil die neuen Gemeinderäte sich erst noch in ihre Ressorts Bau (Affolter) und Finanzen (Gerber) einarbeiten müssen. Gemeindepräsident Manfred Küng stellte schnell klar, was er unter Führungsrhythmus versteht und wie es in Kriegstetten künftig funktionieren sollte. «Die Gemeinderäte müssen genügend Zeit für die Vorbereitung der Geschäfte erhalten. Die Meinungsbildung ist wichtig und die Geschäfte sollen sorgfältig vorbereitet werden», erklärte Küng im doch eher unerfahrenen Gemeinderat.

Die Vorbereitung der Geschäfte erfolge in den Kommissionen. Die Gemeinderäte seien als Ressortleiter nicht die Befehlsgeber der Kommissionen aber auch nicht deren Sklaven, sondern bilden das Scharnier zwischen Kommission und Gemeinderat. Sie sind die Berichterstatter im Gemeinderat. Der Gemeindepräsident wiederum verstehe sich als Moderator der Gemeinderatssitzung. Soweit zur Theorie.

Fusion Top5 bringt Probleme

Dass es dann in den Diskussionen doch manchmal zu einem Monolog des Gemeindepräsidenten kam, lag nicht an diesem, sondern am verständlicherweise noch wenig vorhandenen Wissen der anderen Gemeinderatsmitglieder. So wurde beispielsweise moniert, dass Küng vielleicht etwas voreilig in einem Brief an den Zweckverband Schulkreis Wasseramt Ost die Konsequenzen einer Fusion Top5 erörtert haben wolle. «Die Fusion wirkt sich frühestens in fünf Jahren auf den Zweckverband aus», sagte Vizegemeindepräsident Simon Wiedmer.

Dem widersprach Küng: «Das ist ein brisantes Thema.» So tönt Küng im Brief an, dass die restlichen Verbandsgemeinden in der Zukunftsplanung eingeschränkt werden, wenn Derendingen und Luterbach in den nächsten fünf Jahren nach Solothurn schielen. «Wir müssen eine gute schulische Versorgung sicherstellen. Was geschieht bei anstehenden Investitionsentscheiden, wenn Derendingen und Luterbach auf Brautschau sind?»

Das will nun auch der Kriegstetter Gemeinderat wissen und unterstützt den Brief des Gemeindepräsidenten an den Zweckverband.

Damit war das Thema Fusion aber nicht vom Tisch. Kriegstetten selber befindet sich auch auf Brautschau. Oekingen wünscht momentan eher den bilateralen Weg. Halten ist interessiert. Küng informierte, dass dessen Gemeindepräsident Eduard Gerber einen Katalog mit Fragestellungen formulieren wird, den die Behörden gemeinsam abarbeiten werden.

Von 22 auf 5 Parkplätze

Manfred Küng wünscht sich im Gemeinderat ausgereifte Vorlagen. Dies war bei der Diskussion der Umgestaltung des Parkplatzes Schulhaus noch nicht der Fall. Denn nur dank einer Einsprache der Kreisschule Halten-Oekingen-Kriegstetten (Hoek) erhielt der Gemeinderat überhaupt Gelegenheit, sich dazu Gedanken zu machen.

Die Einsprache erfolgte auf ein Baugesuch der Baukommission hin, welche den Parkplatz umgestalten wollte. Von den bisher 22 Parkplätzen wären noch deren 5 übrig geblieben. Die Sanierung des Platzes sei unbestritten, so die Hoek in ihrer Einsprache, aber die Umgestaltung erfolgte ohne Vernehmlassung der Hoek. Die Reduktion der Parkplätze sei nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel.

Die Parkplätze gleich beim Schulhaus werden von den Lehrkräften, der Spitex, Eltern sowie am Abend von Nutzern der Turnhalle gebraucht. Küng pflichtete bei. Nach der langjährigen Nutzung entspreche die Umgestaltung quasi einer Entwidmung. Diese müsse aber demokratisch breiter abgestützt sein. Das Geschäft wurde an die Baukommission zurückgewiesen, die die Hoek miteinbeziehen soll.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1