Selzach
Dieser Garten ist ein Paradies

Teresa Ackermann hat in Selzach zwei Schrebergärten in ein Gartenparadies verwandelt. Dort gibt es das ganze Jahr viel zu tun für die gebürtige Polin.

Rebekka Balzarini
Drucken
Teilen
Blick in einen Selzacher Garten
7 Bilder
Tomatenpflanzen, anderes Gemüse und Sonnenblumen
Hier wachsen nicht nur «Standard»-Blumen
Die ersten Brombeeren sind schon reif.
Teresa Ackermann in ihrem Garten.
Auch Kunstwerke finden im Garten Platz.
Ein Steinlöwe neben blühendem Lavendel.

Blick in einen Selzacher Garten

Rebekka Balzarini

Der Duft nach Lavendel schmeichelt den Sinnen und versetzt einen für einen kurzen Moment in die Provence. Die Blumen am Wegesrand leuchten in allen Farben und hellen die Stimmung sofort auf. Teresa Ackermanns Garten ist ein kleines Paradies, wo man sich gerne hinsetzen und einfach nur den Tag geniessen möchte.

Zu jeder Jahreszeit ist Teresa Ackermann in ihrem Garten anzutreffen. Zu tun gibt es immer etwas. Bei der enormen Pflanzenvielfalt, die ihr Garten bietet, ist dies keine Überraschung. So wachsen in ihrem Gartenreich Beeren, die verschiedensten Gemüsesorten, Birnen und Trauben. Dieses Jahr hat es allerdings keine Birnen gegeben, wegen dem kalten Wetter im Frühling, und auch die beiden grossen Kletterrosensträucher habe sie zurückschneiden müssen, bedauert sie. «Aber so etwas passiert halt in einem Garten.»

Zu viele Kartoffeln angepflanzt

Die Liebe zur Gartenarbeit hatte sie schon in ihrer Heimat Polen entdeckt. Als sie später ihrem Mann in die Schweiz folgte, fühlte sie sich in der kleinen Wohnung ohne Grünfläche oft etwas eingeengt. Kurze Zeit später entdeckte das Ehepaar in der Zeitung eine Anzeige für den Verkauf von Schrebergärten in Selzach und beschloss spontan, sich zwei Parzellen zu erwerben. Anfangs war die Arbeit besonders hart, und Teresa Ackermann musste zuerst aus Fehlern lernen, bis ihr Garten in der heutigen Pracht erblühen konnte. «Einmal da habe ich zum Beispiel viel zu viele Kartoffeln angepflanzt, weil ich die Menge nicht ordentlich abschätzen konnte. Wir haben nur noch Kartoffeln gegessen, und trotzdem ist noch ein ganzer Sack verfault», erinnert sie sich und lacht. Heute habe sie die Mengen im Griff, und manche Produkte verarbeite sie weiter, beispielsweise zu Marmelade.

Im Garten ist sie unbestritten die Chefin. «Ich habe keine Ahnung von Gartenarbeit. Aber meine Frau hat mich immer wieder mitgenommen und zur Mitarbeit angestiftet», sagt Peter Ackermann schmunzelnd. Er ist sehr stolz auf seine Frau und auf den schönen Flecken Erde, den sie in Selzach aufgebaut hat. Teresa Ackermann zieht sich sehr gerne dorthin zurück. «Ich kann hier einfach entspannen und abschalten.» Auch die Freunde der Ackermanns schätzen den Garten und freuen sich über Einladungen dorthin. Das einzige, worüber sich Teresa Ackermann ärgert, ist der Löwenzahn im Garten. «Der ist immer überall, und wenn man ihn nicht gleich auszupft, wird es immer schlimmer. Furchtbar ist das!» Dieses Übel schafft es aber nicht, ihr die Freude an ihrem Garten zu nehmen.

Aktuelle Nachrichten