Wasseramt/Riedholz
Diese Gruppe vernetzt rüstige Rentner

Der pensionierte Schulleiter Willi Lindner hat eine Plattform für aktive Senioren ins Leben gerufen. Das Ziel der Gruppe Freiwillig-Aktiv ist es zu vernetzen. Lindner sieht die Plattform auch als eine Art Börse für Freiwilligenarbeit.

Christoph Neuenschwander
Merken
Drucken
Teilen
Auf dem Porgramm steht beispielsweise Schneeschuhlaufen. (Archiv)

Auf dem Porgramm steht beispielsweise Schneeschuhlaufen. (Archiv)

Keystone

Viele Senioren seien noch fit und wollten etwas unternehmen, findet Willi Lindner, Gründer der Gruppe Freiwillig-Aktiv. Er selbst sei frisch pensioniert. «Im Rahmen von ‹Pro Wasseramt› haben wir die Plattform Freiwillig-Aktiv gegründet», sagt der 66-Jährige. Sie soll, wie alle Projekte des Vereins Pro Wasseramt, den Tourismus und die Wirtschaft in der Region fördern, richtet sich aber hauptsächlich an Freizeitangebote für Senioren.

Seit kurzem ist die Homepage der Gruppe online. Darauf werden Termine für Events publiziert, freiwillige Helfer vermittelt und vieles mehr. «Unser Ziel ist es, zu vernetzen», erklärt Lindner. «Wir machen auf bestehende Anlässe und Aktivitäten aufmerksam, schaffen aber auch eigene Angebote und fördern Ideen von Drittpersonen. Wir sind auch eine Art Börse für Freiwilligenarbeit.» Die Plattform soll Platz für sportliche und kulturelle Veranstaltungen bieten – egal ob Ausflüge, Jassturniere oder Rollerskifahren. «Wichtig ist uns einfach, dass wir niemanden konkurrenzieren», sagt Willi Lindner. Die Arbeit, die er mit den fünf weiteren Mitgliedern der Gruppe leistet, sei nicht gewinnorientiert und solle andere unterstützen.

Nicht an Grenzen haltmachen

Langfristig möchte die Gruppe auch überregional aktiv werden. Grössere Gemeinden im Bucheggberg oder in Lebern haben sie bereits angeschrieben. «Es macht ja bei einer Internetplattform keinen Sinn, an irgendwelchen Grenzen haltzumachen», so der ehemalige Leiter der Höheren Fachschule für Technik Mittelland.

Als Nächstes will er die Homepage ausbauen: Im Moment müsse die Gruppe neue Angebote als E-Mail-Anfragen bearbeiten, künftig sollen sich die Leute selbstständig in einer Datenbank auf der Website eintragen können. Natürlich brauche es dann einen Kontrollmechanismus, damit die Homepage nicht missbraucht werde. «Aber da bin ich dran», versichert Lindner mit einem Schmunzeln. «Ich bin ja noch jung, und es gibt einiges zu tun.»