Oensinger Zibelimäret
Die Zibelimäret-Besucher trotzten dem Schnee

Der 45. Zibelimäret lockt auch dieses Jahr mit Holzhäuschen und vielen attraktiven Angeboten. Während die Strassen am Samstagnachmittag noch ziemlich leer waren, wagten sich am Abend trotz Schnee und Kälte Menschen jeden Alters auf die Strasse.

Silvana GRellmann
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Zibelimäret in Oensingen
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Der Lunapark lockt vor allem junge Besucher an.
Heisse Maroni sind ideal beim kalten Wetter.
Wie jedes Jahr werden Zwiebeln in allen Varianten verkauft.

Zibelimäret in Oensingen

Hansruedi Aeschbacher

Aufgrund des Schneefalls hielten es aber nur die wenigsten lange auf der Strasse aus, die anderen gesellten sich lieber in eines der beheizten Stübli, um sich ein wärmendes Getränk oder ein spätes Abendessen zu gönnen. Auswahl an Essensmöglichkeiten gibt es am Zibelimäret auf jeden Fall genug, so hat man gar die Qual der Wahl: Fondue, Älplermagronen oder doch falsche Schnecken?

Wer sich aufgewärmt hatte, konnte sich dann wieder auf die Strasse begeben und an den Holzhäuschen vorbei schlendern. Besonders für die jüngeren Besucher war auch der Lunapark ein Treffpunkt, und einige hielt selbst der kalte Wind nicht davon ab, auf der «Putschautobahn» ihre Runden zu drehen. Bereits um 22 Uhr, begannen sich die Bars zu füllen. Aber auch die Zelte des FC Oensingen sowie des ebenfalls ortsansässigen Inline Hockey Clubs «Roadrunners», die dank Musik zum Tanzen einluden, waren bereits um diese Zeit gestossen voll. Zu Hits wie «Up in the sky» und «Gangnam Style» wurde bis in die Morgenstunden mitgesungen und getanzt.

Erneut Probleme wegen Alkohols

An Dorfanlässen wie dem Zibelimäret muss natürlich immer auch für die Sicherheit gesorgt sein. «Bei uns sind sechs Personen mit zwei Hunden im Einsatz», erklärt Volker Nugel, Präsident des Zibelimäret-OKs, der zuständig für die Sicherheit ist. Zusätzlich sei die Kantonspolizei unterwegs. «Dank dieser ständigen Präsenz können wir auch froh sein, ist der Zibelimäret bis jetzt ohne grössere Zwischenfälle über die Bühne gegangen», erklärt Nugel. Allerdings wurde aufgrund vermehrter Alkoholexzesse von Jugendlichen dieses Jahr ein freiwilliger Orientierungsabend für teilnehmende Vereine veranlasst. «Nachdem die Suchtprävention im letzten Jahr Testkäufe gemacht hatte, erhielten wir ein erschreckendes Ergebnis.

Dies ist der Grund, wieso wir mit Vereinen das Gespräch suchten», sagt Hans Schnider, OK-Mitglied des Zibelimärets. «Werden klare Vorgaben nächstes Jahr nicht eingehalten, müssen die Vereine auch mit finanziellen Konsequenzen rechnen.» Auch Michael Rohrer, Projektleiter Jugendschutz vom Blauen Kreuz, war am Samstagabend unterwegs, um die Lage zu prüfen. «Ich beobachte, ob Vorgaben, die wir festgelegt haben, auch eingehalten werden», erklärt er seine Aufgabe am Zibelimäret. Trotz aller Vorsichtsmassnahmen: Auch an diesem Wochenende gab es am Zibelimäret wieder leichte Tätlichkeiten zwischen zumeist alkoholisierten Personen. Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen wurde laut Kantonspolizei eine Person geschlagen und dabei leicht verletzt.

Der Zibelimäret ist noch bis heute Montag um 21 Uhr offen.

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