Luterbach

Die Top-5-Fusion wird immer konkreter

In seiner letzten Sitzung diskutierte der Luterbacher Gemeinderat die Rolle der Ortsteile in einer fusionierten Gemeinde.

In seiner letzten Sitzung diskutierte der Luterbacher Gemeinderat die Rolle der Ortsteile in einer fusionierten Gemeinde.

Das Thema Top-5-Fusion beschäftigt den Luterbacher Gemeinderat immer wieder. Zur Debatte stand an der letzten Sitzung die Rolle der Ortsteile in einer fusionierten Gemeinde.

«Soll bei der ersten Wahl in ein Parlament eine bestimmte Sitzverteilung angestrebt werden oder aber braucht es diese Zuteilung nicht?» Diese Frage warf Gemeindepräsident Michael Ochsenbein als Beispiel im Zusammenhang mit der angestrebten Fusion der Top-5-Gemeinden Biberist, Derendingen, Luterbach, Solothurn und Zuchwil in die Runde.

Er beantwortete diese gleich selber und fand eine fixe Zuteilung unnötig, was im Gemeinderat unwidersprochen blieb. Auch Organisationen wie Quartiervereinigungen seien unnötig. «Die Schweiz kennt verschiedene Möglichkeiten. Montreux beispielsweise hat von Beginn an Quartierstrukturen für die Ortsteile eingerichtet, Lugano kennt das nicht.» Wenn das Bedürfnis für solche Strukturen entstehe, könne immer noch reagiert werden.

Was aber von einigen Gemeinderäten bei einer Fusion gefordert wird, ist eine Verwaltungs-Anlaufstelle für die Bevölkerung im Ortsteil Luterbach. «Damit für eine Hundemarke nicht ein Gang in die Stadt erforderlich wird», sagte Hans Rothenbühler.

Michael Ochsenbein dämpfte etwas die Erwartungen. «Ein Neubau für die Verwaltung wird zu teuer werden. Also könnte es gut möglich sein, dass einzelne Verwaltungsämter der fusionierten Stadt dezentral in den bestehenden Gebäuden der heutigen Gemeindeverwaltungen untergebracht werden.» Da sei es dann einfacher, zusätzlich einen Schalter einzurichten, ist er überzeugt.

Druck vom Kanton auf Finanzen

Zu Kenntnis genommen wurden die Vorgaben für den Voranschlag 2015. Gemeinderat Kurt Hediger mahnte zur Vorsicht beim Budgetieren. Problematisch sei aber ein anderer Faktor.

Der Kanton will auf Luterbacher Gebiet viel investieren, sprich sanieren. Bei diversen Bauvorhaben müsste die Gemeinde tief ins Portemonnaie langen. Man sei aber im Gespräch mit dem Kanton, berichtet der Gemeindepräsident.

«Eine heikle Mission», so Ochsenbein. «Es ist schön, dass der Kanton gewillt ist zu investieren, aber in Bezug zu unseren Finanzen verhält sich der Kanton antizyklisch.» Man dränge nun darauf, entweder Projekte zu verschieben oder aber die finanziellen Beiträge der Gemeinde staffeln zu können.

Gemeinderat Jürg Nussbaumer wies weiter darauf hin, dass die Gemeinde unbedingt noch das räumliche Leitbild in Angriff nehmen muss. «Dies ist wichtig im Hinblick einer möglichen Fusion Top 5. Ohne ein räumliches Leitbild werden die anderen darüber bestimmen, was wo in Luterbach entwickelt werden soll.» Die Vorgaben zum Budget wurden vom Gemeinderat zu Kenntnis genommen.

Kein Alleingang der Bürger

Das Wohnen im Alter bleibt je zur Hälfte Sache der Bürgergemeinde und der Einwohnergemeinde. Im März letzten Jahres entschloss sich der Gemeinderat, die Anteilscheine der Einwohnergemeinde am Wohnen im Alter der Bürgergemeinde verkaufen zu wollen.

Nun hat die Bürgergemeinde entschieden, nicht auf diesen Handel eingehen zu wollen. Der Bürgerrat kommt zum Schluss, dass eine Übernahme von Wohnen im Alter an die Grenzen der finanziellen Möglichkeiten der Bürgergemeinde Luterbach stosse. Zudem befürwortet der Bürgerrat, dass weiterhin zwei Partner die Trägerschaft für das Wohnen im Alter wahrnehmen.

Im Gemeinderat wurde das Traktandum nicht weiter diskutiert. «Es bleibt, wie es ist», sagte Gemeindepräsident Michael Ochsenbein auf Anfrage.

Gemeinderat Martin Joss konnte von einem erfreulichen Interesse für die Bläserklasse berichten. 17 Anmeldungen sind von den Schülerinnen und Schülern der beiden 6. Klassen eingetroffen. Mit den übrigen Schülern könne während der Bläserstunden gut eine Klasse im Normalbetrieb geführt werden.

Circus Monti wird im 2015 nicht mehr in Luterbach gastieren. Der Zirkus richtet sich neu aus und will nur 10 Gastspielorte in der zweiten Jahreshälfte besuchen. Luterbach ist nicht mehr in der Tourneeplanung.

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