8,5 Mio. Franken hatte der Souverän für den Bau der Dreifach-Sporthalle gesprochen. Am Montagabend genehmigte der Gemeinderat die Schlussrechnung. Diese zeigt, dass unter Budget abgeschlossen werden konnte. Die Halle hat 7,866 Mio. Franken gekostet.

Das entspricht einer Differenz von 7,45 Prozent. Erst jetzt kann das vom Kanton gesprochene Geld aus dem Sportfonds beantragt werden. «Das heisst, dass dann nochmals eine halbe Million Franken zurückfliesst», erklärt Beat Affolter (Präsident der Spezialkommission KSRP).

Gemeindepräsident Martin Blaser ergriff im Gemeinderat das Wort und sprach allen Beteiligten seinen grossen Dank aus. In Biberist werde gebaut, was nötig ist, aber nichts weiter. Nur dank des Einsatzes aller sei es möglich, dass wiederum ein Kredit unter Budget abgeschlossen werden konnte. «Das hat nichts mit Glück zu tun, sondern damit, dass wir gute Fachleute haben, die sich engagieren.»

Die SVP, die den Bau der Halle nicht unterstützt hatte, dankte ebenfalls. «Wenn schon etwas gebaut wird, das wir nicht wollen, dann soll das auch künftig durch Beat Affolter betreut werden», verdankte Markus Dick. Und alle Gemeinderäte schlossen sich dem Dank an und applaudierten.

Auch am Wochenende öffnen

Einig war sich der Gemeinderat auch darin, dass die neue Sporthalle so oft wie möglich genutzt werden soll. Er sprach sich im Grundsatz klar dafür aus, dass die Halle auch am Wochenende und auch von externen Vereinen genutzt werden darf. Das wiederum führt aber zu Problemen bei der Reinigung, wie Affolter erklärte. Zurzeit werde die Halle von den Hauswarten der Schulanlagen betreut.

Das könne aber auf Dauer kein Zustand sein. Problematisch werde es dann, wenn auch am Wochenende geputzt werden müsse. Die KSRP schlug darum vor, ein Konzept zur Hallennutzung, zur Reinigung und zum Unterhalt zu erarbeiten. Damit sollen beispielsweise auch die Tarife für die Nutzung durch Auswärtige festgelegt werden.

Grundsätzlich müsse die Reinigung am Wochenende selbsttragend sein, fand eine Mehrheit der Gemeinderäte. Das würde bedeuten, dass auch die Biberister Vereine am Wochenende Miete zahlen müssten. Einstimmig wurde auch beschlossen, dass die Reinigung ausgelagert und ab nächstem Jahr an eine private Firma vergeben werden soll.

Platzprobleme angehen

Schon in den Herbstferien soll im Kindergarten Grütt gebaut werden. Der Kindergarten ist flächenmässig der kleinste in der Gemeinde, hat aber die grösste Schülerzahl. Weil im äusseren Grütt viel gebaut wurde, hat sich die Zahl der Kindergartenkinder sprunghaft erhöht, erklärte Schulleiterin Susanne Mollica das Anliegen. Der Weg in die Kindergärten Bleichematt oder ins Untere Schulhaus sei nicht zumutbar, sodass es auf diese Weise keine Entlastung gebe.

Eigentlich war die Sanierung erst später vorgesehen, sie soll nun aber vorgezogen werden. Mit acht Ja und drei Nein wurde der Nachtragskredit von 30 000 Franken genehmigt. Indem der Eingangsbereich umgebaut wird, kann der Kindergarten optimiert werden. Danach stehen auch die dringend benötigten Zusatzräume, beispielsweise für den Deutschzusatzunterricht, zur Verfügung.

Entlastung für die Schule gibt es durch den Pavillon, der an der Bernstrasse aufgebaut wird. Der Bau beeinträchtigt weder die Nutzung des Roten Platzes, noch hat er Einfluss auf eine künftige Nutzung des Afeg-Areales, wie Bauverwalter Ueli Sterchi informierte.